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WEKO: Vorbehaltlose Verfahrenseinstellung GBV beantragt!

Zur Zeit laufen verschiedene Untersuchungen der Wettbewerbskommission (WEKO) im Kanton Graubünden. Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) ist im Fall Engadin I, als einzigem Fall, in einem Verfahren betroffen. Das Sekretariat der WEKO lud den GBV im Rahmen des rechtlichen Gehörs zur Stellungnahme ein. Es beantragt der WEKO im Fall des GBV die vorbehaltlose Einstellung des Verfahrens. Es wurden keine kartellrechtswidrigen Handlungen festgestellt. Der Entscheid der WEKO ist für das Frühjahr 2018 in Aussicht gestellt.   

 

Das Sekretariat der WEKO untersuchte im Fall des Graubündnerische Baumeisterverbandes seine Rolle im Zusammenhang mit sogenannten Vorversammlungen im Zeitraum von 2004 – 2008 im Unterengadin. Der GBV konnte im Rahmen des Verfahrens aufzeigen, dass sich sein Verhalten stets auf das von der WEKO geprüfte Wettbewerbsreglement des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) abstützte und keine kartellrechtswidrigen Handlungen getätigt wurden. Dieser Sachverhalt wird vom Sekretariat explizit als glaubhaft beurteilt und mündet letztendlich im Antrag zur vorbehaltlosen Einstellung des Verfahrens.

 

Interne Reglemente im Einklang mit der WEKO

Vor 25 Jahren begann eine laufende Verschärfung des Wettbewerbsrechtes und mündete im Verbot von Wettbewerbsabreden. Der SBV passte seine entsprechenden Reglemente jederzeit dem veränderten Rechtsumfeld an und unterbreitete diese vor Inkraftsetzung der WEKO zur Prüfung. Zweck der Bestimmungen waren in jedem Fall die Förderung des fairen und transparenten Wettbewerbs auf der Grundlage eindeutiger Ausschreibungsunterlagen und die Unterstützung der Mitglieder bei Missbrauch der Nachfragemacht von privaten oder öffentlichen Bauherren. Die Mitglieder und die Kantonalsektionen wurden vom SBV mit den geltenden Bestimmungen dokumentiert. Das Wettbewerbswesen im Graubündnerischen Baumeisterverband richtete sich zu jeder Zeit nach diesen Bestimmungen. Das Ergebnis der Untersuchungen des Sekretariates der WEKO und dessen Antrag zur vorbehaltlosen Verfahrenseinstellung bestätigen dies. Der GBV wird weiterhin der Sensibilisierung der Mitglieder im Bereich des Wettbewerbsrechts, wie auch der unternehmerischen und verbandsinternen Compliance, die notwendige Beachtung schenken.

 

Vorstandsmitglieder nehmen Ausstand

In den bisher kommunizierten Mitteilungen über die Untersuchungsergebnisse der WEKO figurierten auch Unternehmungen die im Vorstand des GBV vertreten sind. Der Vorstand des GBV hat an seiner letzten Sitzung die Situation umfassend erörtert. Die Vertreter sanktionierter Unternehmungen haben unter Abwägung aller Aspekte entschieden, bis zum Abschluss der WEKO-Verfahren in Ausstand zu treten. Sie nehmen während dieser Zeit nicht an den Vorstandssitzungen teil. Die betroffenen Vorstandsmitglieder ermöglichen es damit dem Verband, die Interessen seiner Mitglieder kraftvoll und ohne den Vorwurf von Interessenkollision zu vertreten.

 

Margenerosion und Mittelabfluss

Das Bauhauptgewerbe bildet mit rund 5‘000 Arbeitsplätzen in allen Regionen des Kantons einen wichtigen Teil der Bündner Volkswirtschaft. Die Branche durchlief im Nachgang des Zweitwohnungsverbotes in den letzten Jahren einen einschneidenden Strukturwandel. Dieser kostete die Unternehmungen viel Substanz und beschnitt die im Baugewerbe seit längerer Zeit tiefen Margen weiter. Die WEKO sanktioniert kartellrechtswidrige Handlungen strafrechtlich mit drastischen Bussen. Nach heutigem Ermessen ist davon auszugehen, dass über alle Verfahren hinweg namhafte Bussbeträge ausgesprochen werden. Ob und wann diese Sanktionen rechtskräftig werden bleibt abzuwarten. Sollte dies der Fall sein ist klar, dass diese Beträge aus den betroffenen Unternehmen und aus dem Kanton Graubünden abfliessen. Verschiedene Unternehmungen dürften an die Grenzen der finanziellen Tragbarkeit stossen oder gar in ihrer Existenz bedroht sein.

 

Volkswirtschaftlichen Kollateralschaden vermeiden

Der Kanton Graubünden prüft zur Zeit, ob er als bedeutender Besteller von Bauleistungen durch Preisabsprachen zu Schaden gekommen ist und diesen zivilrechtlich einfordern kann. Der GBV ist an einer raschen Klärung dieser Frage interessiert. Der GBV erwartet, dass die Beurteilung eines allfälligen Schadens, soweit er sich nachweisen und quantifizieren lässt, im Rahmen einer volkswirtschaftlich umfassenden Güterabwägung erfolgt. Dazu gehören einerseits die Interessen von Kanton und Gemeinden als öffentliche Bauherren an der künftigen Umsetzung ihrer volkswirtschaftlich wichtigen Infrastrukturinvestitionen. Andererseits aber auch die Sicherung der regional wichtigen Arbeitsplätze des Bauhauptgewerbes. Es darf nicht dazu kommen, dass allfällige Schadenersatzforderungen aus den Jahren 2004 – 2012 zu jahrelangen Rechtsverfahren führen und eine grosse Anzahl von Arbeitsplätzen des Bauhauptgewerbes in den Regionen gefährden. Sollten Firmen vom Markt verschwinden besteht darüber hinaus die Gefahr, dass sich die angestrebte Stärkung des Wettbewerbs ins Gegenteil verkehrt und regional eine Monopolisierung der Anbieter resultiert.

 

Fortschrittliche Anstellungsbedingungen und funktionierender LMV-Vollzug

Bei den Arbeitsplätzen des Bauhauptgewerbes handelt es sich um gut bezahlte Stellen. Der Landesmantelvertrag des Bauhauptgewerbes gewährt den Mitarbeitenden die besten Anstellungsbedingungen in der gewerblichen Wirtschaft. Der Mindestlohn für einen gelernten Maurer beträgt nach der Ausbildung CHF 5‘478. 13. Monatslohn, fünf bzw. sechs Wochen Ferien und im Krankheitsfall eine zweijährige Lohnfortzahlung zu 90% sind Standard. Der Altersrücktritt mit 60 Jahren gilt seit dem Jahr 2003.

 

Der Graubündnerische Baumeisterverband bekennt sich zum fairen, gesetzeskonformen und transparenten Wettbewerb mit gleichlangen Spiessen für alle Anbieter, wie er im Submissionsgesetz des Kantons Graubünden geregelt ist. Er erbringt den Tatbeweis durch seine konsequente Arbeit in der Paritätischen Berufskommission für das Bauhauptgewerbe zum Vollzug des geltenden Landesmantelvertrages. Er ist bereit als führender Berufsverband der Bündner Bauwirtschaft eine aktive Rolle in der Bewältigung der WEKO-Ergebnisse zur übernehmen.

 

 

Medienkontakt:
Markus Derungs
Präsident GBV
Telefon 081 420 30 40
Mail: m.derungs@derungsbau.ch

Andreas Felix
Geschäftsführer GBV
Telefon 081 257 08 08
Mail: andreas.felix@gbv.ch

 

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WEKO-Entscheide Engadin

Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat heute Morgen mit einer Medienmitteilung verschiedene Entscheide zu ihren Untersuchungen im Engadin kommuniziert. Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) war nicht in die Verfahren involviert und kennt die Einzelheiten nicht. Er nimmt keine Stellung.  

Der GBV bekennt sich zum fairen, gesetzeskonformen und transparenten Wettbewerb mit gleichlangen Spiessen für alle Anbieter wie er im Submissionsgesetz des Kantons Graubünden geregelt ist. Er erbringt den Tatbeweis durch seine konsequente Arbeit in der Paritätischen Berufskommission für das Bauhauptgewerbe zum Vollzug des geltenden Gesamtarbeitsvertrages.

 

 

Medienkontakt:
Markus Derungs
Präsident GBV
Telefon 081 420 30 40
Mail: m.derungs@derungsbau.ch

Andreas Felix
Geschäftsführer GBV
Telefon 081 257 08 08
Mail: andreas.felix@gbv.ch

Bauhelden

Die Bauhelden

Die SBV-Kampagne „Die Bauhelden“ ist mit einem sensationellen Erfolg gestartet: In den ersten 24 Stunden wurde das erste Video mehr als 60’000 Mal angeklickt. Allein auf Facebook verzeichnete das deutschsprachige Video 33‘202 Aufrufe und das französischsprachige Video 18‘161 Aufrufe.

Das Beste kommt erst noch: In folgenden Wochen werden weitere vier Folgen von „Die Bauhelden“, jeweils Mittwochmorgens ab 08.00 Uhr, ihre Premiere erleben.

Also verfolgen Sie die Abenteuer von Nadja, Nando, Marc und Kevin über https://bauhelden.ch/de/, Die Bauhelden – YouTube, https://www.facebook.com/DieBauhelden/?ref=bookmarks und https://www.instagram.com/bauhelden/ auch weiterhin und unterstützen unsere Kampagne tatkräftig.

Medienmitteilungen

Bündner Bauwirtschaft – Konsolidierte Nachfrage!

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Graubünden haben im ersten Semester 2017 gegenüber dem Vorjahr um +9.3% zugenommen. Die Zunahme ist vor allem im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau begründet. Auch die Bautätigkeit liegt gegenüber dem Vorjahr mit +12.3% im Plus. Die Zahl der Beschäftigten trug dieser Entwicklung Rechnung und stieg um +3.4% auf 5‘088. Die Vorläuferindikatoren “Auftragseingang“ und “Arbeitsvorrat“ eröffnen den Unternehmungen intakte Perspektiven für eine befriedigende Auslastung im zweiten Semester. Die Bedeutung des Tiefbaus und damit die Abhängigkeit von der öffentlichen Baunachfrage, bleibt ungebrochen hoch. Sie wurde aber durch die positive Entwicklung im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau nicht weiter akzentuiert.

Beschäftigte

Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe nahm per 30. Juni 2017 um 169 Personen (+3.4%) zu. Sie ist insbesondere bei den Kurzaufenthaltern begründet. Im Bauhauptgewerbe des Kantons Graubünden waren per Ende Juni 2017 insgesamt 5‘088 Personen (+3.4%) beschäftigt, nämlich 1‘667 Schweizer (+/- 0.0%), 1‘036 Kurzaufenthalter (+12.8%) und 2‘385 übrige Ausländer (+2.4%).

Auftragseingang

Die Auftragseingänge im ersten Semester 2017 nahmen mit +9.3% gegenüber dem Vorjahr erneut erheblich zu. Die nach wie vor gute Nachfrage im Tiefbau wurde überlagert von einer erfreulichen Entwicklung im Wohnungsbau und insbesondere im übrigen Hochbau. Für den Wohnungsbau allein betrachtet, wurden die Werte der Jahre 2011-2013 vor dem Einbruch des Zweitwohnungsbaus, trotz allem nicht erreicht.

Das Gesamtvolumen an eingegangenen Aufträgen im ersten Semester 2017 beträgt 609.9 Mio. Franken. Es liegt mit +9.3% deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Im langjährigen Vergleich resultiert damit der höchste Wert. Der Wohnungsbau steuerte eine Zunahme von +15.2%, der übrige Hochbau eine solche von +60.8% dazu bei, während der volumenstarke Tiefbau eine Abnahme von -3.1% zu beziffern hat.

Im Wohnungsbau dürfte die allgemein prosperierende Nachfrage insbesondere im Bündner Rheintal der Treiber sein. Trotz der guten Nachfrageentwicklung ist im Wohnungsbau der Einbruch der Zweitwohnungsinitiative nach wie vor nicht auskompensiert. Im übrigen Hochbau begründet die im Berichtssemester liegende Vergabe des Hauptauftrages der Justizvollzugsanstalt in Cazis die starke Zunahme. Trotz der leichten Abnahme nach wie vor stetig und ungebrochen bedeutsam ist die Nachfrage im Tiefbau. Er behält seine hohe Bedeutung für die Bauwirtschaft im Kanton Graubünden, insbesondere bei der öffentlichen Baunachfrage im Infrastrukturbereich. In einer langfristigen Betrachtung ist zu hoffen, dass der Hochbau, welcher seine primär private Nachfrage aus der realen volkswirtschaftlichen Entwicklung generiert, weiter an Bedeutung zulegt.

Bautätigkeit

Die steigenden Auftragseingänge wirkten sich konsequenterweise positiv auf die Bautätigkeit aus. Diese nahm im ersten Semester insbesondere im Tiefbau und im übrigen Hochbau zu, während sie im Wohnungsbau, im ersten Halbjahr nicht überraschend, stagnierte.

Das im ersten Semester 2017 realisierte Bauvolumen belief sich auf rund 418.1 Mio. Franken. Es liegt damit nominell um 45.8 Mio. Franken über dem Vorjahreswert von 372.3 Mio. Franken. Dazu beigetragen haben der Tiefbau mit 202.1 Mio. Franken (+10.8%) und der übrige Hochbau mit 79.8 Mio. Franken (+55.2%). Im Tiefbau befindet sich nach wie vor der Albulatunnel der RhB im Bau, während im übrigen Hochbau der Neubau des Kantonsspitals und des Verwaltungsgebäudes Synergia in Chur, sowie der Neubau der Justizvollzugsanstalt in Cazis in der Ausführung stehen. Im Wohnungsbau ist das erste Semester traditionell schwächer als das zweite. Dass dies auch im laufenden Jahr so sein wird, darauf deuten die erfreulichen Auftragseingänge im ersten Semester hin, welche sich per 30. Juni 2017 in Form hoher Arbeitsvorräte abbilden.

Arbeitsvorrat

Der Arbeitsvorrat per 30. Juni 2017 verhielten dank den erfreulichen Auftragseingängen auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Dies darum, weil sich Auftragseingänge und Bauvolumen insgesamt die Waage hielten.

Die Arbeitsvorräte betrugen per 30. Juni 2017 rund 534.9 Mio. Franken. Dies entspricht einem marginalen Rückgang von -0.5% gegenüber dem Vorjahreswert. Dieser Umstand ist vor allem im Tiefbau begründet (-9.4%) und dort insbesondere im Grossprojekt des RhB-Albulatunnels und in geringerem Ausmass in der Umfahrung Silvaplana deren Auftragsvolumen laufend abgebaut werden. Im Wohnungsbau wirkten sich die hohen Auftragseingänge und das stagnierende Bauvolumen auf die Arbeitsvorräte aus (+21.7%) und auch im übrigen Hochbau nahmen die Arbeitsvorräte trotz des guten Bauvolumens zu (+9.5%). Der Gesamtbestand an Arbeitsvorräten per 30. Juni 2017 lässt für das zweite Semester die Erwartung zu, das sich auch für das gesamte Baujahr 2017 eine konsolidierte Nachfrage auf Vorjahresniveau einstellen wird.

Bauzeitversicherungen

Graubünden kennt, wie die Mehrzahl der übrigen Kantone in der Schweiz, die obligatorische Gebäudeversicherungspflicht. Die Gebäudeversicherung Graubünden (GVG) sichert den Bauvorhaben im Hochbau, auf der Basis des Kostenvoranschlages für die Baubewilligung, den Versicherungsschutz für die Dauer der Bauzeit zu. Dieses bauzeitversicherte Volumen wird von der GVG statistisch erfasst und bildet für den Hochbau einen Vorläuferindikator, der aufzeigt, wie sich die Auftragseingänge in der nachfolgenden Zeitperiode entwickeln werden.

Per 30. Juni 2017 betrug das auf der Basis der erteilten Baubewilligungen zugesicherte bauzeitversicherte Volumen für das erste Semester 979.0 Millionen Franken. Ein Vergleich mit dem Vorjahreswert von 907.1 Millionen Franken weist eine Zunahme von +7.9% aus. Die Entwicklung des neu bauzeitversicherten Volumens plausibilisiert damit die Zunahme der Auftragseingänge in den Sparten Wohnungsbau und übriger Hochbau, welche im Portfolio der Bauzeitversicherung erfasst sind.

Die Zunahme im ersten Semester 2017 vermochte die Rückgänge aus den beiden Vorjahren zu kompensieren. Das baubewilligte Volumen im ersten Semester 2017 liegt damit auf dem Niveau von 2014 und damit im Bereich des langjährigen Mittels. Vom Rekordwert des Jahres 2013 ist man allerdings nach wie vor weit entfernt.

 

Medienkontakt
Graubündnerischer Baumeisterverband
Andreas Felix
Geschäftsführer
Comercialstrasse 20
7001 Chur
Telefon 081 257 08 08
Mail: andreas.felix@gbv.ch

Rundschreiben V/2017 für Mitglieder

Die Mitglieder des Graubündnerischen Baumeisterverbandes erhielten im Rundschreiben V/2017 folgende Unterlagen und Mitteilungen:

  • Protokoll GV 2017
  • Mitgliederumfrage „Vertretung Baugewerbe in der Politik“
  • Jahresgespräche öffentliche Bauherrschaften – Anliegen der Mitglieder
  • Abstimmungen 24. September 2017
  • SBV-Insider: Vorgehen zur Beförderung von Arbeitnehmern der Lohnklasse C zu B
  • Weiterbildungsangebot GBV Herbst 2017 – Vertiefung Arbeitsrecht LMV
  • Eignungstest für lernende Maurer/innen EFZ und Baupraktiker/innen EBA 2017/2018
  • Neue Kursangebote MLS 2018 – Kursausschreibungen

Rundschreiben V/2017 für Mitglieder

Die Mitglieder des Graubündnerischen Baumeisterverbandes erhielten im Rundschreiben V/2017 folgende Unterlagen und Mitteilungen:

  • Protokoll GV 2017
  • Mitgliederumfrage „Vertretung Baugewerbe in der Politik“
  • Jahresgespräche öffentliche Bauherrschaften – Anliegen der Mitglieder
  • Abstimmungen 24. September 2017
  • SBV-Insider: Vorgehen zur Beförderung von Arbeitnehmern der Lohnklasse C zu B
  • Weiterbildungsangebot GBV Herbst 2017 – Vertiefung Arbeitsrecht LMV
  • Eignungstest für lernende Maurer/innen EFZ und Baupraktiker/innen EBA 2017/2018
  • Neue Kursangebote MLS 2018 – Kursausschreibungen
Bild von Schutzbauten

Wir Bündner schaffen das – auch mit Hilfe der Baumeister!

Mit Betroffenheit hat der Graubündnerische Baumeisterverband die dramatischen und tragischen Ereignisse im Zusammenhang mit dem Bergsturz und dem nachfolgenden Murgang in der Val Bondasca und in Bondo zur Kenntnis genommen. Es ist beeindruckend wie unaufgeregt, spontan und solidarisch die betroffene Bevölkerung die Nachbarschaftshilfe lebt und wie effizient und zielgerichtet die Katastrophenhilfsorganisation unseres Kantons funktioniert. Dafür gebührt den Behörden auf allen Stufen ein grosses Kompliment.

Das Gratismagazin 20 Minuten berichtete am Sonntag, 27. August 2017 darüber, dass die Behörden Hilfe von einer spezialisierten Bauunternehmung in Zürich beigezogen haben. Begründet wird dies gemäss dem Sprecher der Kantonspolizei Graubünden damit, dass es im Tal nicht genügend schweres Material gebe und deshalb die Unterstützung aus allen Landesteilen benötigt werde. Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) als Berufsverband der Bündner Baumeister legt Wert auf die folgende Feststellung:

Dass bei ausserordentlichen Ereignissen die lokal verfügbaren Einsatzmittel rasch an ihre Grenzen stossen liegt auf der Hand. Gerade das aktuelle Beispiel zeigt aber auf, wie wichtig lokale Kapazitäten für die Erstintervention bis zur Verstärkung mit herangeführten Mitteln sind. Die Bauwirtschaft im Kanton Graubünden ist leistungsfähig und schlagkräftig. Das hat sie bei gravierenden Unwetterereignissen der Vergangenheit im Puschlav, in der Surselva, in Klosters oder beim Murgang in der Val Parghera bewiesen. Sie verfügt über geeignetes Gerät und erfahrende Fachkräfte für Bau- und Räumungsarbeiten im Gebirge, auch unter erschwerten Bedingungen. Die Bündner Baumeister sind deshalb überrascht und offen gestanden auch irritiert, dass nicht konsequent die im Kanton verfügbaren Einsatzmittel angefragt und aufgeboten werden, bevor weitere Verstärkung angefordert wird. Davon ausgenommen sind im Kanton nicht verfügbare Spezialgeräte. Gerade für einen Gebirgskanton dürfte es in Zukunft noch wichtiger werden, dass die im Kanton ansässigen Unternehmen über das entsprechende Fachwissen, geeignete Maschinen und gut ausgebildet Fachkräfte für die Krisenreaktion verfügen. Dies ist aber nur gewährleistet, wenn sie im Ernstfall auch eingesetzt werden. Die Baumeister sind gerne bereit schnell und unkompliziert ihren Beitrag zu leisten und über den GBV bei Bedarf die notwendige Koordination sicherzustellen.

Bild von Schutzbauten

Wir Bündner schaffen das – auch mit Hilfe der Baumeister!

Mit Betroffenheit hat der Graubündnerische Baumeisterverband die dramatischen und tragischen Ereignisse im Zusammenhang mit dem Bergsturz und dem nachfolgenden Murgang in der Val Bondasca und in Bondo zur Kenntnis genommen. Es ist beeindruckend wie unaufgeregt, spontan und solidarisch die betroffene Bevölkerung die Nachbarschaftshilfe lebt und wie effizient und zielgerichtet die Katastrophenhilfsorganisation unseres Kantons funktioniert. Dafür gebührt den Behörden auf allen Stufen ein grosses Kompliment.

Das Gratismagazin 20 Minuten berichtete am Sonntag, 27. August 2017 darüber, dass die Behörden Hilfe von einer spezialisierten Bauunternehmung in Zürich beigezogen haben. Begründet wird dies gemäss dem Sprecher der Kantonspolizei Graubünden damit, dass es im Tal nicht genügend schweres Material gebe und deshalb die Unterstützung aus allen Landesteilen benötigt werde. Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) als Berufsverband der Bündner Baumeister legt Wert auf die folgende Feststellung:

Dass bei ausserordentlichen Ereignissen die lokal verfügbaren Einsatzmittel rasch an ihre Grenzen stossen liegt auf der Hand. Gerade das aktuelle Beispiel zeigt aber auf, wie wichtig lokale Kapazitäten für die Erstintervention bis zur Verstärkung mit herangeführten Mitteln sind. Die Bauwirtschaft im Kanton Graubünden ist leistungsfähig und schlagkräftig. Das hat sie bei gravierenden Unwetterereignissen der Vergangenheit im Puschlav, in der Surselva, in Klosters oder beim Murgang in der Val Parghera bewiesen. Sie verfügt über geeignetes Gerät und erfahrende Fachkräfte für Bau- und Räumungsarbeiten im Gebirge, auch unter erschwerten Bedingungen. Die Bündner Baumeister sind deshalb überrascht und offen gestanden auch irritiert, dass nicht konsequent die im Kanton verfügbaren Einsatzmittel angefragt und aufgeboten werden, bevor weitere Verstärkung angefordert wird. Davon ausgenommen sind im Kanton nicht verfügbare Spezialgeräte. Gerade für einen Gebirgskanton dürfte es in Zukunft noch wichtiger werden, dass die im Kanton ansässigen Unternehmen über das entsprechende Fachwissen, geeignete Maschinen und gut ausgebildet Fachkräfte für die Krisenreaktion verfügen. Dies ist aber nur gewährleistet, wenn sie im Ernstfall auch eingesetzt werden. Die Baumeister sind gerne bereit schnell und unkompliziert ihren Beitrag zu leisten und über den GBV bei Bedarf die notwendige Koordination sicherzustellen.

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Erfolgreiche Lehrabschlüsse 2017

35 Maurer EFZ, 4 Baupraktiker EBA, 4 Strassenbauer EFZ und 2 Strassenbaupraktiker EBA haben ihre Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Der Abschluss der beruflichen Grundbildung und das bestandene Qualifikationsverfahren sind Ausdruck einer vollbrachten Leistung und einer übersprungenen Hürde. Der GBV gratuliert allen erfolgreichen Prüfungsabsolventen ganz herzlich.

Die erfolgreichen Prüfungskandidaten sehen Sie hier.

 

 

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Arbeitssicherheit für die Praxis

Arbeitssicherheit als Branchenziel

Das Bauhauptgewerbe setzt die Auflagen an die Unternehmungen bezüglich Arbeitssicherheit mittels einer Branchenlösung (sicuro) um. Den Schulungsauftrag nimmt der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) mit Unterstützung der SUVA und der PBK Bau wahr. Die Sicherheitsparcours 2017 in Chur und Zernez besuchen rund 300 Teilnehmer.

sicuro – die Branchenlösung
Das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) und die Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV) geben vor, dass der Arbeitgeber für die Sicherheit in seinem Betrieb verantwortlich ist. Das Bauhauptgewerbe setzt die vorgegebenen Massnahmen mit sicuro um (www.sicuro.ch). Unternehmungen, welche den Vorgaben von sicuro nachkommen, erfüllen die gesetzlichen Auflagen.

Unfallzahlen um 42% gesenkt
In den letzten 25 Jahren konnte die Zahl der Unfälle im Bauhauptgewerbe laufend und nachweisbar um 42% reduziert werden.

Jahr                                Unfälle pro tausend Mitarbeiter

1990                                                   321

1995                                                   283

2000                                                  240

2006                                                  224

2010                                                  209

2015                                                   186

Dieser rückläufige Trend ist sicher der Tatsache zu verdanken, dass der Schweizerische Baumeisterverband die Sicherheit auf Baustellen zu einem zentralen Thema gemacht hat und schweizweit jedes Jahr verschiedene Aktivitäten umgesetzt werden. Die Sicherheitsparcours in Chur und Zernez, welche alle zwei Jahre durchgeführt werden, gehören dazu.

Ausbildung als Schlüssel
Die konsequente Förderung der Arbeitssicherheit im Betrieb spielt zunehmend eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit einer Unternehmung. Der Schweizerische Baumeisterverband unterstützt seine Mitglieder mit der Beratungsstelle für Arbeitssicherheit (BfA) wirksam mit der Herausgabe von Informationen und Dokumentationen im Bereich der Arbeitssicherheit. Ein rasch wirksamer Ansatzpunkt auf betrieblicher Ebene ist die gezielte Schulung des Personals im Umgang mit risikoträchtigen Situationen, Hilfsmitteln und Geräten. Eine effiziente Möglichkeit, diese Schulung umzusetzen, bildet die Ausbildung am Sicherheitsparcours.

Sicherheitsparcours
Das Ziel der Schulung am Sicherheitsparcours ist die Förderung des sicherheitsgerechten Verhaltens auf der Baustelle, die Verminderung von Arbeitsunfällen und die Senkung der Versicherungsprämien durch Unfallverhütung. Der Sicherheitsparcours 2017 beinhaltet Posten, an denen mittels praktischer Anwendung Kenntnisse über das Sichern von Lasten auf und in Fahrzeugen aller Art sowie über Sturzsicherung auf Baustellen im Hoch- und Tiefbau (Betongerüste, Schutzgerüste, Graben und Spriessungen) vermittelt werden. Darüber hinaus werden die Teilnehmer zum Thema „Anwendung der persönlichen Schutzausrüstung“ instruiert. Die Kapazität des Parcours beträgt 50 Teilnehmer pro Kurshalbtag. Die Teilnehmer absolvieren die Posten in Gruppen von 8 – 10 Personen nach dem Rotationsprinzip. Für die Kurse vom 16. bis 18. Mai 2017 in Chur sowie vom 13. bis 14. Juni 2017 in Zernez sind rund 300 Teilnehmer aus Bauunternehmungen des Kantons Graubündens angemeldet.

Breite Abstützung
Das Projekt des Sicherheitsparcours ist breit abgestützt. Die SUVA unterstützt und begleitet den Parcours beratend. GBV-Mitgliedfirmen sind gemeinsam für den Aufbau und den Betrieb des Parcours verantwortlich und stellen die Kursinstruktoren. Die HG Commerciale stellt in Chur und Zernez ihre Lagerareale für die Durchführung des Sicherheitsparcours zur Verfügung. Die Sozialpartner des Bauhauptgewerbes unterstützen das Projekt, indem den teilnehmenden Unternehmungen die Kurs- und Lohnausfallkosten aus dem Parifonds Bau zurückerstattet werden.

Barbara Dönz
Geschäftsführer-Stellvertreterin
Comercialstrasse 20
7007 Chur
Telefon 081 257 08 08
Mail gbv@gbv.ch