WEKO-Entscheide Engadin

Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat heute Morgen mit einer Medienmitteilung verschiedene Entscheide zu ihren Untersuchungen im Engadin kommuniziert. Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) war nicht in die Verfahren involviert und kennt die Einzelheiten nicht. Er nimmt keine Stellung.  

Der GBV bekennt sich zum fairen, gesetzeskonformen und transparenten Wettbewerb mit gleichlangen Spiessen für alle Anbieter wie er im Submissionsgesetz des Kantons Graubünden geregelt ist. Er erbringt den Tatbeweis durch seine konsequente Arbeit in der Paritätischen Berufskommission für das Bauhauptgewerbe zum Vollzug des geltenden Gesamtarbeitsvertrages.

 

 

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Markus Derungs
Präsident GBV
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Andreas Felix
Geschäftsführer GBV
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Arbeitssicherheit für die Praxis

Arbeitssicherheit als Branchenziel

Das Bauhauptgewerbe setzt die Auflagen an die Unternehmungen bezüglich Arbeitssicherheit mittels einer Branchenlösung (sicuro) um. Den Schulungsauftrag nimmt der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) mit Unterstützung der SUVA und der PBK Bau wahr. Die Sicherheitsparcours 2017 in Chur und Zernez besuchen rund 300 Teilnehmer.

sicuro – die Branchenlösung
Das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) und die Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV) geben vor, dass der Arbeitgeber für die Sicherheit in seinem Betrieb verantwortlich ist. Das Bauhauptgewerbe setzt die vorgegebenen Massnahmen mit sicuro um (www.sicuro.ch). Unternehmungen, welche den Vorgaben von sicuro nachkommen, erfüllen die gesetzlichen Auflagen.

Unfallzahlen um 42% gesenkt
In den letzten 25 Jahren konnte die Zahl der Unfälle im Bauhauptgewerbe laufend und nachweisbar um 42% reduziert werden.

Jahr                                Unfälle pro tausend Mitarbeiter

1990                                                   321

1995                                                   283

2000                                                  240

2006                                                  224

2010                                                  209

2015                                                   186

Dieser rückläufige Trend ist sicher der Tatsache zu verdanken, dass der Schweizerische Baumeisterverband die Sicherheit auf Baustellen zu einem zentralen Thema gemacht hat und schweizweit jedes Jahr verschiedene Aktivitäten umgesetzt werden. Die Sicherheitsparcours in Chur und Zernez, welche alle zwei Jahre durchgeführt werden, gehören dazu.

Ausbildung als Schlüssel
Die konsequente Förderung der Arbeitssicherheit im Betrieb spielt zunehmend eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit einer Unternehmung. Der Schweizerische Baumeisterverband unterstützt seine Mitglieder mit der Beratungsstelle für Arbeitssicherheit (BfA) wirksam mit der Herausgabe von Informationen und Dokumentationen im Bereich der Arbeitssicherheit. Ein rasch wirksamer Ansatzpunkt auf betrieblicher Ebene ist die gezielte Schulung des Personals im Umgang mit risikoträchtigen Situationen, Hilfsmitteln und Geräten. Eine effiziente Möglichkeit, diese Schulung umzusetzen, bildet die Ausbildung am Sicherheitsparcours.

Sicherheitsparcours
Das Ziel der Schulung am Sicherheitsparcours ist die Förderung des sicherheitsgerechten Verhaltens auf der Baustelle, die Verminderung von Arbeitsunfällen und die Senkung der Versicherungsprämien durch Unfallverhütung. Der Sicherheitsparcours 2017 beinhaltet Posten, an denen mittels praktischer Anwendung Kenntnisse über das Sichern von Lasten auf und in Fahrzeugen aller Art sowie über Sturzsicherung auf Baustellen im Hoch- und Tiefbau (Betongerüste, Schutzgerüste, Graben und Spriessungen) vermittelt werden. Darüber hinaus werden die Teilnehmer zum Thema „Anwendung der persönlichen Schutzausrüstung“ instruiert. Die Kapazität des Parcours beträgt 50 Teilnehmer pro Kurshalbtag. Die Teilnehmer absolvieren die Posten in Gruppen von 8 – 10 Personen nach dem Rotationsprinzip. Für die Kurse vom 16. bis 18. Mai 2017 in Chur sowie vom 13. bis 14. Juni 2017 in Zernez sind rund 300 Teilnehmer aus Bauunternehmungen des Kantons Graubündens angemeldet.

Breite Abstützung
Das Projekt des Sicherheitsparcours ist breit abgestützt. Die SUVA unterstützt und begleitet den Parcours beratend. GBV-Mitgliedfirmen sind gemeinsam für den Aufbau und den Betrieb des Parcours verantwortlich und stellen die Kursinstruktoren. Die HG Commerciale stellt in Chur und Zernez ihre Lagerareale für die Durchführung des Sicherheitsparcours zur Verfügung. Die Sozialpartner des Bauhauptgewerbes unterstützen das Projekt, indem den teilnehmenden Unternehmungen die Kurs- und Lohnausfallkosten aus dem Parifonds Bau zurückerstattet werden.

Barbara Dönz
Geschäftsführer-Stellvertreterin
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Generalversammlung 2017

Anlässlich der GV vom 5. Mai 2017 in Andeer durfte Präsident Markus Derungs Rudolf Minsch, Chefökonom bei economiesuisse sowie rund 100 Mitglieder und Gäste aus Politik und Wirtschaft begrüssen

GV Eröffnungsansprache Markus Derungs.

Der Hauptreferent, Professor Dr. Rudolf Minsch, beantwortete in seinem Referat die Frage „Kehrt das Wachstum zurück?“ mit JA, da alle Konjunkturdaten auf ein beschleunigtes Wachstum hindeuten würden. Was die Entwicklung des Immobilienmarktes in der Schweiz angeht, zeichnet sich gemäss Professor Minsch eine Überhitzung ab, aber es besteht die Chance auf ein „Soft Landing“, solange die Konjunktur weiter anzieht und die Zinsen tief bleiben. Professor Minsch schloss seine Ausführungen mit dem Appell an die Bündner Baumeister, in Bezug auf den Immobilienmarkt sehr, sehr wachsam zu sein.

Regierungsrat Mario Cavigelli, Zentralpräsident SBV Gian Luca LardiRegierungsrat Dr. Mario Cavigelli überbrachte die Grüsse der Bündner Regierung. Als Vertreter des SBV nahm der Zentralpräsidenten Gian Luca Lardi an der Versammlung teil.

Energiestrategie 2050: Bündner Baumeister sagen JA

Der Graubündnerische Baumeisterverband sagt JA zur Energiestrategie 2050 über deren erstes Massnahmenpaket am 21. Mai 2017 mit der Revision des Energiegesetzes abgestimmt wird. Die Bündner Baumeister bekennen sich damit zu verstärkten Investitionen in die lokale Energieerzeugung und zur Verbesserung der Energieeffizienz, namentlich im Gebäudebereich.

Graubünden produziert heute gut 20% des Schweizer Wasserkraftstroms. Viele Anlagen stehen in der Mitte ihrer konzessionierten Laufzeit und haben teilweise erheblichen Sanierungsbedarf. Zugleich steht die Branche wegen subventioniertem, ausländischem Strom unter einem starken wirtschaftlichen Druck. Das revidierte Energiegesetz gibt hier Gegensteuer und unterstützt die Wasserkraft mit Investitionsbeiträgen und einer Marktprämie. Auch wenn die Wirkung dieser beiden Instrumente begrenzt ist, so ist sind sie doch ein klares Bekenntnis zur Bedeutung der Wasserkraft und deren Gleichbehandlung mit anderen neuen erneuerbaren Energien. Zudem deklariert das revidierte Gesetz grössere Wasserkraft-Ausbauprojekte explizit als von nationalem Interesse. Dieses Interesse ist von den Behörden erstmals gesetzlich bindend als gleichwertig zu den Schutzinteressen nach dem Natur- und Heimatschutzgesetz zu beurteilen. Für die Realisierbarkeit der heute aus wirtschaftlichen Gründen sistierten Wasserkraftprojekte “Lago Biancho“ oder “Klus“ und damit für die Wasserkraft in Graubünden und die Bündner Bauwirtschaft kann dies dereinst von grosser Bedeutung sein.

Aus den Erträgen der bestehenden CO2-Abgabe, deren Rahmen mit der Revision nicht verändert wird, dürfen neu und zeitlich unbefristet 150 Millionen Franken mehr an die Förderung der Energieeffizienz von Gebäuden ausgerichtet werden. Davon dürften Hausbesitzer von sanierungsbedürftigen Liegenschaften, die Haustechnikbranche und das gesamte Ausbaugewerbe in gleichem Masse profitieren. Im Kanton Graubünden sind im gesamten Bauhaupt- und Baunebengewerbe rund 15‘000 Personen beschäftigt. Nach dem Wegfall der Beschäftigung im Zweitwohnungsbau sind entsprechende Impulse im Bereich der Gebäudesanierung sehr willkommen und sichern Arbeitsplätze in den Regionen unseres Kantons.

Auch ordnungspolitische Argumente, bewegen den GBV zur JA-Parole. Nur mit einem JA wird das marktverzerrende Instrument der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) zeitlich klar befristet und entfällt ab 2023 bzw. 2031.

Ein JA am 21. Mai 2017 stärkt die Position der Wasserkraft und der gewerblichen Wirtschaft, fördert die Innovation und Entwicklung im Bereich der Energieeffizienz von Gebäuden und hilft mit Arbeitsplätze in den Regionen zu sichern.

 

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Graubündnerischer Baumeisterverband

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Volksabstimmung vom 12. Februar 2017 – Grosse Bedeutung für die Bündner Bauwirtschaft

Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) sagt dreimal Ja zu den Abstimmungsvorlagen vom 12. Februar 2017. Für den GBV kommt aus Sicht der Bauwirtschaft sowohl die Kandidatur für Olympia 2026, der Einrichtung eines Fonds zur Finanzierung der Strassenverkehrsinfrastruktur als auch der Unternehmenssteuerreform III eine hohe Bedeutung zu.

Ja zur Kandidatur Olympia 2026

Mit der Agenda 2020 hat das IOC grundsätzlich neue Rahmenbedingungen für Olympische Winterspiele geschaffen. Die dezentrale Durchführung und die konsequente Nutzung bestehender Infrastrukturen machen Spiele möglich, die echt zu Graubünden passen und die nachhaltige, volkswirtschaftliche Impulse auszulösen vermögen. Mit einem Ja am 12.02.2017 wird die Ausarbeitung einer konkreten Kandidatur ermöglicht. Der definitive Entscheid über die Durchführung Olympischer Winterspiele in Graubünden würde, im Falle einer Bündner Kandidatur, im Herbst 2018 in einer zweiten Abstimmung gefällt. Deshalb JA zur Kandidatur Olympia 2026.

Ja zum Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF)

Das Schweizerische Verkehrsnetz ist eines der dichtesten und am stärksten frequentierten in Europa. Es bildet das Rückgrat unserer Volkswirtschaft und ist damit mitverantwortlich für den Wohlstand in unserem Land. Entscheidend für das Funktionieren ist die Verbundwirkung von Schiene und Strasse, sowie von öffentlichem Verkehr und Individualverkehr. Investitionen in unsere Infrastrukturen brauchen Finanzierungssicherheit. Mit dem NAF wird sie für die Strasse ebenso geschaffen, wie sie mit FABI für die Bahn bereits besteht. Unsere Verkehrsinfrastruktur funktioniert nur im Verbund. Deshalb JA zum NAF.

Ja zur Unternehmenssteuerreform III (USR III)

Die Schweiz ist wohlhabend und erfolgreich, weil sie zu den innovativsten Ländern der Welt gehört. Rund die Hälfte der privaten Forschungs- und Entwicklungsausgaben werden heute von jenen Unternehmen bezahlt, die von steuerlichen Sonderregelungen profitieren. Die bisherigen Sonderregeln werden im Ausland nicht länger akzeptiert. Die Kantone müssen ihre Steuersysteme darum auch bei einem NEIN an der Urne anpassen. Ein NEIN würde Bund, Kantone und Gemeinden aber in eine missliche Lage bringen. Dank der Steuerreform bleibt die Schweiz ein interessanter Standort für Forschung und Entwicklung. Dies ist gerade auch für Graubünden wichtig, hängt doch der Finanzhaushalt unseres Kantons zu 50% unmittelbar oder indirekt von Zuwendungen des Bundes ab. Es muss anderen gut gehen, damit es auch uns besser geht. Deshalb Ja zur USR II.

Zum Abstimmungsvorlage über die erleichtere Einbürgerung von Personen der dritten Ausländergeneration, die ebenfalls am 12. Februar 2017 zur Abstimmung gelangt, nimmt der Graubündnerische Baumeisterverband keine Stellung.

 

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Wir sind fit für Olympia!

Der Vorstand des GBV hat einstimmig beschlossen, die Ausarbeitung einer Kandidatur aktiv zu unterstützen. Die Volkswirtschaftlichen Impulse für unseren Kanton sind erheblich und eine gleichwertige Alternative ist nicht vorhanden. Weitere Infos unter www.olympia.gr.ch oder www.jazuolympia.ch

 

Nachwuchs auf dem Bau – Themenwoche auf Radio SO

Wer auf dem Bau arbeitet, sieht jeden Abend, was er geleistet hat: einen echten Beitrag zur Zukunft Graubündens. Die Jobs auf dem Bau sind dabei sehr vielfältig und bieten gute Karrierechancen. Und das Schöne: Wer auf dem Bau arbeitet, der braucht nicht nur seine Hände, sondern auch Köpfchen und er ist auch in Zukunft gefragt. Zu vielfältig sind die Bauwerke in unserem Kanton die unterhalten, saniert, umgebaut oder neu gebaut werden wollen.

In Kurzinterviews erzählen die Maurerin Flavia Schnoz sowie Bündner Baumeister und Ausbildner warum sie einen Bauberuf gewählt haben und wie vielfältig die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten auf dem Bau sind.

Interview mit Flavia Schnoz, Maurerin EFZ

Interview mit Andreas Felix, Geschäftsführer Graubündnerischer Baumeisterverband

Interview mit Daniel Blumenthal, Vorstandsmitglied Graubündnerischer Baumeisterverband

Interview mit Olga Bolliger, Ausbildungsverantwortliche Implenia Schweiz

Interview mit Markus Derungs, Präsident Graubündnerischer Baumeisterverband

 

Baumeister fordern “Berechenbarkeit staatlichen Handelns!“

Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) sagt Nein zur Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie». Mit der Vorgabe, bereits im nächsten Jahr drei Atomkraftwerke stillzulegen, wird der wirtschaftspolitisch bedeutsame Grundsatz der Berechenbarkeit staatlichen Handelns grob missachtet und die Versorgungssicherheit verkommt zum Glückspiel. 

Die Volksinitiative «Für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» segelt unter verführerischem Titel. Der Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossen und in der schweizerischen Bevölkerung wohl auch mehrheitsfähig. In diesem Sinn ist das Ziel des Atomausstiegs denn auch Gegenstand der Energiestrategie 2050 von Bundesrat und Parlament. Wenn der Initiativtitel aber einen geordneten Ausstieg suggeriert, ist dem entschieden zu entgegnen. Das Gegenteil ist der Fall. Bereits im nächsten Jahr müssten drei der fünf Atomkraftwerke in der Schweiz stillgelegt werden. Die Abschaltung eines AKW ist ein äusserst komplexer Prozess, dessen Planung und Umsetzung drei bis fünf Jahre in Anspruch nimmt. Die Initiative macht unseriöse Vorgaben, die mit einem geordneten Ausstieg gar nichts gemein haben. Der Wirtschaftsstandort Schweiz ist international konkurrenzfähig, weil das staatliche Handeln in unserem Land für die Wirtschaft bislang berechenbar war und sich die Unternehmen rechtzeitig darauf ausrichten konnten. Mit der Annahme der Initiative würden wir diesen Grundsatz auf grobe Art und Weise missachten.

Die Versorgungssicherheit mit Energie ist ein zentraler Faktor für die Wirtschaft unseres Landes. Mit der Abschaltung von drei AKW im nächsten Jahr entsteht eine Versorgungslücke die eben diese Versorgungssicherheit in Frage stellt. Der fehlende Strom müsste importiert werden. Unsinnigerweise wäre es französischer Atomstrom oder CO2-belasteter deutscher Kohlestrom. Ob die grenzüberschreitenden Netzkapazitäten eine zuverlässige Versorgung gewährleisten ist dabei alles andere als sicher. Die Initiative gleicht punkto Versorgungssicherheit einem Glücksspiel.

Sagen wir am 27. November 2016 Nein zu einer Initiative, die unter falscher Flagge segelt.

 

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Eine Lehre auf dem Bau: Voraussetzungen und Anstellungsbedingungen

Mit den Händen und mit Maschinen arbeiten. Den Kopf und die Muskeln brauchen. Und jeden Abend sehen, was du tagsüber geleistet hast. Das bieten dir die vielfältigen Berufe auf dem Bau.

Handwerkliches Geschick, Freude am Arbeiten im Freien, gute Schulleistungen (Real- / Sekundarschule), körperliche Gewandtheit, Teamfähigkeit, Freude am Umgang mit Maschinen sind die Voraussetzungen für eine Lehre auf dem Bau.

Interview mit Daniel Blumenthal, Vorstandsmitglied Graubündnerischer Baumeisterverband

Bündner Bauwirtschaft – Ambivalente Wahrnehmung einer konsolidierten Nachfrage!

Medienmitteilung

Bündner Bauwirtschaft – Ambivalente Wahrnehmung einer konsolidierten Nachfrage!

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Graubünden haben im ersten Semester 2016 gegenüber dem Vorjahr um +15.7% zugenommen. Die Zunahme ist in allen Sparten begründet. Die Auftragseingänge im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau liegen allerdings noch immer deutlich unter den Werten, wie sie bis 2013 verzeichnet wurden. Die Bautätigkeit liegt gegenüber dem Vorjahr mit +4.8% im Plus. Die Zahl der Beschäftigten trug der konsolidierten Nachfrage Rechnung und präsentierte sich per Stichtag vom 30. Juni 2016 gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert. Die Vorläuferindikatoren “Auftragseingang“ und “Arbeitsvorrat“ eröffnen den Unternehmungen grundsätzlich intakte Perspektiven für eine befriedigende Auslastung im zweiten Semester. Die Bedeutung des Tiefbaus und damit die Abhängigkeit von der öffentlichen Baunachfrage nimmt weiter zu und ist mit einer gewissen Ambivalenz zu beurteilen. Das Vordringen in neue Marktgebiete und Verlagerungen in der Spartenausrichtung seitens der Anbieter führte, trotz einer konsolidierten Nachfrage, zu einem insgesamt höheren Wettbewerbsdruck.

 

Beschäftigte

Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe blieb per 30. Juni 2016 mit einer Abnahme um lediglich -0.4% gegenüber dem Vorjahr praktisch stabil. Einer Abnahme bei den Kurzaufenthaltern steht eine Zunahme bei den daueraufenthaltsberechtigten Ausländern gegenüber.

Im Bauhauptgewerbe des Kantons Graubünden waren per Ende Juni 2016 insgesamt 4‘919 Personen beschäftigt, nämlich 1‘666 Schweizer (-1.9%), 918 Kurzaufenthalter
(-9.8%) und 2‘335 übrige Ausländer (+5.1%). Insgesamt entspricht dies im Vergleich zum Vorjahr (4‘937) einer geringfügigen Abnahme der Beschäftigtenzahl um -0.4%.

 

Auftragseingang

Die Auftragseingänge im ersten Semester 2016 nahmen mit +15.7% gegenüber dem Vorjahr erstmals wieder erheblich zu, nachdem sie zuvor während zwei Jahren markant zurückgegangen waren. Insbesondere im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau vermögen die Zunahmen gegenüber dem Vorjahr die Rückgänge der Jahre 2013 und 2014 bei weitem nicht zu kompensieren.

Das Gesamtvolumen an eingegangenen Aufträgen im ersten Semester 2016 beträgt 557.8 Mio. Franken. Es liegt mit +15.7% deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Im langjährigen Vergleich resultiert damit ein mittlerer Wert. Der Wohnungsbau steuerte eine Zunahme von +23.1%, der übrige Hochbau eine solche von +21.5% und der volumenstarke Tiefbau eine Zunahme von +11.4% zu diesem Ergebnis bei. Im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau bewegen sich die absoluten Zahlen der Auftragseingänge, trotz der erwähnten beachtlichen %-Zunahmen, im langjährigen Vergleich noch immer auf dem zweittiefsten Niveau. Zu schwer wiegen die Auswirkungen der Zweitwohnungsinitiative, insbesondere in den Tourismusregionen unseres Kantons. Nach wie vor stetig und ungebrochen bedeutsam ist die Nachfrage im Tiefbau. Der Tiefbau bringt damit seine hohe Bedeutung für die Bauwirtschaft im Kanton Graubünden, insbesondere bei der öffentlichen Baunachfrage im Infrastrukturbereich, zum Ausdruck. In einer langfristigen Betrachtung wäre es wünschenswert, dass der Hochbau, welcher seine primär private Nachfrage aus der realen volkswirtschaftlichen Entwicklung generiert, wieder etwas an Bedeutung zulegt.

 

Bautätigkeit

Die steigenden Auftragseingänge wirkten sich naturgemäss positiv auf die Bautätigkeit aus. Diese nahm im ersten Semester in allen Sparten leicht zu und erreichte ein gutes Niveau.

Das im ersten Semester 2016 realisierte Bauvolumen belief sich auf rund 372.3 Mio. Franken. Es liegt damit nominell um 17.2 Mio. Franken über dem Vorjahreswert von 355.1 Mio. Franken. Dazu beigetragen haben der Wohnungsbau mit 138.5 Mio. Franken (+3.7%), der übrige Hochbau mit 51.4 Mio. (+20.9%) und der Tiefbau mit 182.4 Mio. Franken (+1.8%). Die prozentual starke Zunahme im übrigen Hochbau dürfte unter anderem im Grossprojekt des Neubaus Kantonsspital Chur begründet sein, welches sich zur Zeit in einer intensiven Phase des Rohbaus befindet.

 

Arbeitsvorrat

Der Arbeitsvorrat per 30. Juni 2016 erhöhte sich dank der Zunahme bei den Auftragseingängen. Analog den Auftragseingängen nahmen auch die Arbeitsvorräte gegenüber dem Vorjahreswert in allen drei Sparten zu.

Die Arbeitsvorräte betrugen per 30. Juni 2016 rund 537.8 Mio. Franken. Dies entspricht einer deutlichen Zunahme von +19.2% gegenüber dem Vorjahreswert. Dieser Umstand ist vor allem im Tiefbau begründet (+22.9%) und dort insbesondere im Grossprojekt des RhB-Albulatunnels sowie in geringerem Ausmass in der Umfahrung Silvaplana. Aber auch im Wohnungsbau (+11.3%) und im übrigen Hochbau (+11.0%) sind, allerdings auf numerisch deutlich tieferem Niveau, Zunahmen zu verzeichnen. Der Arbeitsvorrat des Neubaus Kantonsspital Chur dürfte auf Grund seines Volumens die Statistik im übrigen Hochbau prägen.

 

Bauzeitversicherungen

Graubünden kennt, wie die Mehrzahl der übrigen Kantone in der Schweiz, die obligatorische Gebäudeversicherungspflicht. Die Gebäudeversicherung Graubünden (GVG) sichert den Bauvorhaben im Hochbau, auf der Basis des Kostenvoranschlages für die Baubewilligung, den Versicherungsschutz für die Dauer der Bauzeit zu. Dieses bauzeitversicherte Volumen wird von der GVG statistisch erfasst und bildet für den Hochbau einen Vorläuferindikator, der aufzeigt, wie sich die Auftragseingänge in der nachfolgenden Zeitperiode entwickeln werden.

Per 30. Juni 2016 betrug das auf der Basis der erteilten Baubewilligungen zugesicherte bauzeitversicherte Volumen für das erste Semester 907.1 Millionen Franken. Ein Vergleich mit dem Vorjahreswert von 738.7 Millionen Franken weist eine deutliche Zunahme von +22.8% aus. Die Entwicklung des neu bauzeitversicherten Volumens plausibilisiert damit die Zunahme der Auftragseingänge in den Sparten Wohnungsbau und übriger Hochbau, welche im Portfolio der Bauzeitversicherung erfasst sind.
Die Zunahme im ersten Semester 2016 vermochte die Rückgänge aus den beiden Vorjahren von -33.3% (2013/14) und -25.2% (2014/2015) allerdings längst nicht zu kompensieren. Das baubewilligte Volumen im ersten Semester 2016 liegt immer noch um -38.7% unter dem Höchstwert im Jahre 2013.

 

 

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