Immenses Schadenpotential für die Bündner Wirtschaft!

Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) lehnt die “Ecopop-Initiative“ ab. Die Beschränkung des Bevölkerungswachstums auf völlig praxisfremde 0,2 Pro-zent pro Jahr, kombiniert mit der Verpflichtung der Schweiz zur Geburtenkontrolle in der dritten Welt, ist absurd. Im Bauhauptgewerbe wo 65 Prozent der Mitarbeiten-den aus dem Ausland stammen müssten zahlreiche Firmen schliessen. Graubün-den mit seiner grenznahen Lage wäre besonders […]

Immenses Schadenpotential für die Bündner Wirtschaft!

Eidgenössische Volksabstimmungen vom 30. November 2014:


Immenses Schadenpotential für die Bündner Wirtschaft!

Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) lehnt die “Ecopop-Initiative“ ab. Die Beschränkung des Bevölkerungswachstums auf völlig praxisfremde 0,2 Prozent pro Jahr, kombiniert mit der Verpflichtung der Schweiz zur Geburtenkontrolle in der dritten Welt, ist absurd. Im Bauhauptgewerbe wo 65 Prozent der Mitarbeitenden aus dem Ausland stammen müssten zahlreiche Firmen schliessen. Graubünden mit seiner grenznahen Lage wäre besonders betroffen.
Ebenfalls abgelehnt wird die Initiative zur schweizweiten Abschaffung der Pauschalbesteuerung. Die Initiative missachtet die Steuerhoheit der Kantone. Stark betroffen wäre insbesondere das Gewerbe in Kantonen wie Graubünden, die bereits mit den schmerzhaften Auswirkungen der Zweitwohnungsinitiative konfrontiert sind und unter Abwanderung leiden.

Am 30. November 2014 kommt die Initiative „Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen“ zur Abstimmung. Sie verlangt eine Beschränkung des Bevölkerungswachstums auf 16 000 Personen pro Jahr. Wenn die Initianten nun im Abstimmungskampf andere Zahlen nennen, ist dies unglaubwürdig. Unter das Kontingent fallen Arbeitskräfte, Flüchtlinge und Auslandschweizer gleichermassen. Die Initiative bedroht mit ihrer Radikalität die Existenz vieler Unternehmen, die auf ausländische Fachkräfte angewiesen sind. Sie erhöht den bürokratischen Aufwand für KMU und verunmöglicht die langfristige Personalplanung. Zudem ist mit einem Ja zu Ecopop der endgültige Bruch mit der EU unausweichlich.
Ebenfalls am 30. November gelangt die Initiative zur schweizweiten Abschaffung der Pauschalbesteuerung zur Abstimmung. Der GBV lehnt diese ab. Die Initiative missachtet die Steuerhoheit der Kantone. Viele Kantone haben in den letzten Jahren über die Aufwandbesteuerung – wie die Pauschalbesteuerung korrekt bezeichnet wird – abgestimmt. Einige haben sie abgeschafft, in anderen hat das Volk oder das Kantonsparlament das Instrument hingegen – nach Verschärfungen – bestätigt. Es wäre eine krasse Missachtung des Volkswillens und der Souveränität der Kantone, das Instrument nun kurz darauf schweizweit zu verbieten. In Graubünden nehmen Kanton und Gemeinden aus Pauschalsteuern rund 34 Millionen Franken ein. Nach den absehbaren Steuerausfällen als Folge des wegfallenden Zweitwohnungsbaus können wir uns diesen Aderlass nicht auch noch leisten. Die Kantone sollen daher selber darüber bestimmen können, ob sie die Aufwandbesteuerung beibehalten wollen. Die Steuerhoheit liegt bei den Kantonen und darf nicht angetastet werden.
Medienkontakte: Graubündnerischer Baumeisterverband
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Markus Derungs, Präsident GBV
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