Lernende Maurer, Baupraktiker üben in Landquart

Vom 23. April – 18. Juni 2015 haben sich 48 lernende Bündner Maurer und 6 Baupraktiker dem Qualifikationsverfahren (QV) zum Abschluss ihrer Ausbildung zu stellen. Zurzeit holen sie sich in Landquart im Rahmen eines Vorkurses den letzten Schliff. Seit mehreren Jahren bietet der Graubündnerische Baumeisterverband in Landquart einen Vorkurs an, welcher sich bei Lernenden und Ausbildnern eines grossen Zuspruchs erfreut. Er ermöglicht eine letzte Standortbestimmung vor der Prüfung. Sein Ergebnis bildet die Basis, um die letzte Phase der Vorbereitung zielgerichtet in die Hand zu nehmen. Die Berufsausbildung zum Maurer dauert drei Jahre und erfolgt im Rahmen des trialen Ausbildungssystems. Ausbildungsbetrieb, Berufsfachschule und Überbetriebliche Kurse teilen sich die Ausbildungsverantwortung. Die Berufsfachschule vermittelt die Berufskenntnisse und die allgemein bildenden Fächer, der Einführungskursplatz führt die Lernenden in die Grundlagen der praktischen Ausführung ein und der Ausbildungsbetrieb zeichnet für die fachtechnisch korrekte Umsetzung des Grundlagenstoffes in der Praxis verantwortlich.

Wertvolle Standortbestimmung

Die Ausbildung im Betrieb stützt sich auf die Bildungsverordnung für den Beruf Maurer/Maurerin EFZ und Baupraktiker/Baupraktikerin EBA. Darin sind die reglementarisch geforderten Ausbildungsinhalte strukturiert dargestellt und auf die einzelnen Lehrjahre und Ausbildungseinheiten aufgeteilt. Mittels Ausbildungsberichten überprüfen Ausbildner und Lernende periodisch den Ausbildungsfortschritt. Als zusätzliche Möglichkeit einer letzten Standortbestimmung vor dem Qualifikationsverfahren erweist sich der Vorkurs des Graubündnerischen Baumeisterverbandes. Der diesjährige QV-Vorkurs findet, unterteilt in vier Gruppen, vom 30. März – 23. April 2015 statt und steht unter der Leitung von Albert Disch, Schiers. Er erfreut sich regen Zuspruchs. Wieder haben ausnahmslos alle Ausbildungsbetriebe ihre Lernenden zum Vorkurs angemeldet. Die Ziegelei Landquart AG gewährt dem Kurs auf ihrem Areal Gastrecht und stellt die notwendigen Baustoffe in namhafter Höhe gratis zur Verfügung. Weiter unterstützen Mitgliedfirmen des GBV den Kurs.

Echte Prüfungssimulation

Während drei Tagen haben die Lernenden die Möglichkeit, unter prüfungsähnlichen Bedingungen ein Übungsobjekt zu erstellen. Das Objekt wird durch den Kursleiter nach Kriterien bewertet wie sie auch am Qualifikationsverfahren zur Anwendung gelangen. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass die Notengebung im Vorkurs gut mit den später beim QV effektiv erzielten Ergebnissen übereinstimmt. Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass es sich bei diesem Vorkurs um eine echte Prüfungssimulation handelt, auf deren Ergebnis Ausbildner und Lernende die letzte Phase der Prüfungsvorbereitung zielgerichtet angehen können.

Chur, 8. April 2015

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