Energiestrategie 2050: Bündner Baumeister sagen JA

Der Graubündnerische Baumeisterverband sagt JA zur Energiestrategie 2050 über deren erstes Massnahmenpaket am 21. Mai 2017 mit der Revision des Energiegesetzes abgestimmt wird. Die Bündner Baumeister bekennen sich damit zu verstärkten Investitionen in die lokale Energieerzeugung und zur Verbesserung der Energieeffizienz, namentlich im Gebäudebereich.

Graubünden produziert heute gut 20% des Schweizer Wasserkraftstroms. Viele Anlagen stehen in der Mitte ihrer konzessionierten Laufzeit und haben teilweise erheblichen Sanierungsbedarf. Zugleich steht die Branche wegen subventioniertem, ausländischem Strom unter einem starken wirtschaftlichen Druck. Das revidierte Energiegesetz gibt hier Gegensteuer und unterstützt die Wasserkraft mit Investitionsbeiträgen und einer Marktprämie. Auch wenn die Wirkung dieser beiden Instrumente begrenzt ist, so ist sind sie doch ein klares Bekenntnis zur Bedeutung der Wasserkraft und deren Gleichbehandlung mit anderen neuen erneuerbaren Energien. Zudem deklariert das revidierte Gesetz grössere Wasserkraft-Ausbauprojekte explizit als von nationalem Interesse. Dieses Interesse ist von den Behörden erstmals gesetzlich bindend als gleichwertig zu den Schutzinteressen nach dem Natur- und Heimatschutzgesetz zu beurteilen. Für die Realisierbarkeit der heute aus wirtschaftlichen Gründen sistierten Wasserkraftprojekte “Lago Biancho“ oder “Klus“ und damit für die Wasserkraft in Graubünden und die Bündner Bauwirtschaft kann dies dereinst von grosser Bedeutung sein.

Aus den Erträgen der bestehenden CO2-Abgabe, deren Rahmen mit der Revision nicht verändert wird, dürfen neu und zeitlich unbefristet 150 Millionen Franken mehr an die Förderung der Energieeffizienz von Gebäuden ausgerichtet werden. Davon dürften Hausbesitzer von sanierungsbedürftigen Liegenschaften, die Haustechnikbranche und das gesamte Ausbaugewerbe in gleichem Masse profitieren. Im Kanton Graubünden sind im gesamten Bauhaupt- und Baunebengewerbe rund 15‘000 Personen beschäftigt. Nach dem Wegfall der Beschäftigung im Zweitwohnungsbau sind entsprechende Impulse im Bereich der Gebäudesanierung sehr willkommen und sichern Arbeitsplätze in den Regionen unseres Kantons.

Auch ordnungspolitische Argumente, bewegen den GBV zur JA-Parole. Nur mit einem JA wird das marktverzerrende Instrument der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) zeitlich klar befristet und entfällt ab 2023 bzw. 2031.

Ein JA am 21. Mai 2017 stärkt die Position der Wasserkraft und der gewerblichen Wirtschaft, fördert die Innovation und Entwicklung im Bereich der Energieeffizienz von Gebäuden und hilft mit Arbeitsplätze in den Regionen zu sichern.

 

Medienkontakt

Graubündnerischer Baumeisterverband

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