Eine Lehre auf dem Bau: Voraussetzungen und Anstellungsbedingungen

Mit den Händen und mit Maschinen arbeiten. Den Kopf und die Muskeln brauchen. Und jeden Abend sehen, was du tagsüber geleistet hast. Das bieten dir die vielfältigen Berufe auf dem Bau.

Handwerkliches Geschick, Freude am Arbeiten im Freien, gute Schulleistungen (Real- / Sekundarschule), körperliche Gewandtheit, Teamfähigkeit, Freude am Umgang mit Maschinen sind die Voraussetzungen für eine Lehre auf dem Bau.

Interview mit Daniel Blumenthal, Vorstandsmitglied Graubündnerischer Baumeisterverband

Bündner Bauwirtschaft – Ambivalente Wahrnehmung einer konsolidierten Nachfrage!

Medienmitteilung

Bündner Bauwirtschaft – Ambivalente Wahrnehmung einer konsolidierten Nachfrage!

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Graubünden haben im ersten Semester 2016 gegenüber dem Vorjahr um +15.7% zugenommen. Die Zunahme ist in allen Sparten begründet. Die Auftragseingänge im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau liegen allerdings noch immer deutlich unter den Werten, wie sie bis 2013 verzeichnet wurden. Die Bautätigkeit liegt gegenüber dem Vorjahr mit +4.8% im Plus. Die Zahl der Beschäftigten trug der konsolidierten Nachfrage Rechnung und präsentierte sich per Stichtag vom 30. Juni 2016 gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert. Die Vorläuferindikatoren “Auftragseingang“ und “Arbeitsvorrat“ eröffnen den Unternehmungen grundsätzlich intakte Perspektiven für eine befriedigende Auslastung im zweiten Semester. Die Bedeutung des Tiefbaus und damit die Abhängigkeit von der öffentlichen Baunachfrage nimmt weiter zu und ist mit einer gewissen Ambivalenz zu beurteilen. Das Vordringen in neue Marktgebiete und Verlagerungen in der Spartenausrichtung seitens der Anbieter führte, trotz einer konsolidierten Nachfrage, zu einem insgesamt höheren Wettbewerbsdruck.

 

Beschäftigte

Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe blieb per 30. Juni 2016 mit einer Abnahme um lediglich -0.4% gegenüber dem Vorjahr praktisch stabil. Einer Abnahme bei den Kurzaufenthaltern steht eine Zunahme bei den daueraufenthaltsberechtigten Ausländern gegenüber.

Im Bauhauptgewerbe des Kantons Graubünden waren per Ende Juni 2016 insgesamt 4‘919 Personen beschäftigt, nämlich 1‘666 Schweizer (-1.9%), 918 Kurzaufenthalter
(-9.8%) und 2‘335 übrige Ausländer (+5.1%). Insgesamt entspricht dies im Vergleich zum Vorjahr (4‘937) einer geringfügigen Abnahme der Beschäftigtenzahl um -0.4%.

 

Auftragseingang

Die Auftragseingänge im ersten Semester 2016 nahmen mit +15.7% gegenüber dem Vorjahr erstmals wieder erheblich zu, nachdem sie zuvor während zwei Jahren markant zurückgegangen waren. Insbesondere im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau vermögen die Zunahmen gegenüber dem Vorjahr die Rückgänge der Jahre 2013 und 2014 bei weitem nicht zu kompensieren.

Das Gesamtvolumen an eingegangenen Aufträgen im ersten Semester 2016 beträgt 557.8 Mio. Franken. Es liegt mit +15.7% deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Im langjährigen Vergleich resultiert damit ein mittlerer Wert. Der Wohnungsbau steuerte eine Zunahme von +23.1%, der übrige Hochbau eine solche von +21.5% und der volumenstarke Tiefbau eine Zunahme von +11.4% zu diesem Ergebnis bei. Im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau bewegen sich die absoluten Zahlen der Auftragseingänge, trotz der erwähnten beachtlichen %-Zunahmen, im langjährigen Vergleich noch immer auf dem zweittiefsten Niveau. Zu schwer wiegen die Auswirkungen der Zweitwohnungsinitiative, insbesondere in den Tourismusregionen unseres Kantons. Nach wie vor stetig und ungebrochen bedeutsam ist die Nachfrage im Tiefbau. Der Tiefbau bringt damit seine hohe Bedeutung für die Bauwirtschaft im Kanton Graubünden, insbesondere bei der öffentlichen Baunachfrage im Infrastrukturbereich, zum Ausdruck. In einer langfristigen Betrachtung wäre es wünschenswert, dass der Hochbau, welcher seine primär private Nachfrage aus der realen volkswirtschaftlichen Entwicklung generiert, wieder etwas an Bedeutung zulegt.

 

Bautätigkeit

Die steigenden Auftragseingänge wirkten sich naturgemäss positiv auf die Bautätigkeit aus. Diese nahm im ersten Semester in allen Sparten leicht zu und erreichte ein gutes Niveau.

Das im ersten Semester 2016 realisierte Bauvolumen belief sich auf rund 372.3 Mio. Franken. Es liegt damit nominell um 17.2 Mio. Franken über dem Vorjahreswert von 355.1 Mio. Franken. Dazu beigetragen haben der Wohnungsbau mit 138.5 Mio. Franken (+3.7%), der übrige Hochbau mit 51.4 Mio. (+20.9%) und der Tiefbau mit 182.4 Mio. Franken (+1.8%). Die prozentual starke Zunahme im übrigen Hochbau dürfte unter anderem im Grossprojekt des Neubaus Kantonsspital Chur begründet sein, welches sich zur Zeit in einer intensiven Phase des Rohbaus befindet.

 

Arbeitsvorrat

Der Arbeitsvorrat per 30. Juni 2016 erhöhte sich dank der Zunahme bei den Auftragseingängen. Analog den Auftragseingängen nahmen auch die Arbeitsvorräte gegenüber dem Vorjahreswert in allen drei Sparten zu.

Die Arbeitsvorräte betrugen per 30. Juni 2016 rund 537.8 Mio. Franken. Dies entspricht einer deutlichen Zunahme von +19.2% gegenüber dem Vorjahreswert. Dieser Umstand ist vor allem im Tiefbau begründet (+22.9%) und dort insbesondere im Grossprojekt des RhB-Albulatunnels sowie in geringerem Ausmass in der Umfahrung Silvaplana. Aber auch im Wohnungsbau (+11.3%) und im übrigen Hochbau (+11.0%) sind, allerdings auf numerisch deutlich tieferem Niveau, Zunahmen zu verzeichnen. Der Arbeitsvorrat des Neubaus Kantonsspital Chur dürfte auf Grund seines Volumens die Statistik im übrigen Hochbau prägen.

 

Bauzeitversicherungen

Graubünden kennt, wie die Mehrzahl der übrigen Kantone in der Schweiz, die obligatorische Gebäudeversicherungspflicht. Die Gebäudeversicherung Graubünden (GVG) sichert den Bauvorhaben im Hochbau, auf der Basis des Kostenvoranschlages für die Baubewilligung, den Versicherungsschutz für die Dauer der Bauzeit zu. Dieses bauzeitversicherte Volumen wird von der GVG statistisch erfasst und bildet für den Hochbau einen Vorläuferindikator, der aufzeigt, wie sich die Auftragseingänge in der nachfolgenden Zeitperiode entwickeln werden.

Per 30. Juni 2016 betrug das auf der Basis der erteilten Baubewilligungen zugesicherte bauzeitversicherte Volumen für das erste Semester 907.1 Millionen Franken. Ein Vergleich mit dem Vorjahreswert von 738.7 Millionen Franken weist eine deutliche Zunahme von +22.8% aus. Die Entwicklung des neu bauzeitversicherten Volumens plausibilisiert damit die Zunahme der Auftragseingänge in den Sparten Wohnungsbau und übriger Hochbau, welche im Portfolio der Bauzeitversicherung erfasst sind.
Die Zunahme im ersten Semester 2016 vermochte die Rückgänge aus den beiden Vorjahren von -33.3% (2013/14) und -25.2% (2014/2015) allerdings längst nicht zu kompensieren. Das baubewilligte Volumen im ersten Semester 2016 liegt immer noch um -38.7% unter dem Höchstwert im Jahre 2013.

 

 

Medienauskünfte:

Graubündnerischer Baumeisterverband
Andreas Felix
Geschäftsführer
Comercialstrasse 20
7001 Chur

Telefon       081 257 08 08
Mobile        079 445 50 71

 

Baumeister sind gegen “Grüne Wirtschaft” und “AHVplus”

Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) sagt Nein zu den Initiativen «Grüne Wirtschaft» und «AHVplus», über die am 25. September 2016 abgestimmt wird. Die Initiative «Für eine grüne Wirtschaft» würde zu einer massiven Verteuerung der Lebenskosten führen. Die «AHVplus»-Initiative würde die Solidarität zwischen Jung und Alt überstrapazieren und tausende Arbeitsplätze kosten.

Medienmitteilung und weitere Informationen unter Abstimmungsparolen_25_September_2016

Erfolgreiche Berufsabschlüsse 2016

42 Maurer EFZ, 11 Baupraktiker EBA, 5 Strassenbauer EFZ, 3 Strassenbaupraktiker EBA, 1 Grundbauer EFZ und 1 Gleisbauer EFZ haben ihre Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Der Abschluss der beruflichen Grundbildung und das bestandene Qualifikationsverfahren sind Ausdruck einer vollbrachten Leistung und einer übersprungenen Hürde. Der GBV gratuliert allen erfolgreichen Prüfungsabsolventen ganz herzlich.

Erfolgreiche Abschlüsse 2016

 

Vernunft statt wiederkommende Kosten!

Mit dem Gotthardtunnel hat die Schweiz vor 35 Jahren die wichtigste Nord-Süd-Verbindung im Nationalstrassennetz geschaffen. In rund zehn Jahren muss dieses Bauwerk saniert werden, das ist unbestritten. Alle vierzig Jahre muss der Gotthard-Strassentunnel auch künftig erneuert werden. Der Bau einer zweiten Röhre ist gerade im Hinblick auf diese künftigen Erneuerungen eine durchdachte Lösung. Sie überzeugt wesentlich besser als teure Verlade-Provisorien, für welche bei jeder Sanierung immer wieder unnötig Geld für temporäre Anlagen in die Hand genommen werden muss. Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) unterstützt deshalb den Vorschlag von Bundesrat und Parlament zum Bau eines Sanierungstunnels am Gotthard.

Finanzen sprechen für Sanierungstunnel
Die Investition in den Bau eines zweiten Tunnels und in die Sanierung des bestehenden Tunnels beträgt rund 2,8 Milliarden Franken. Der provisorische Bahnverlad von Privat- und Schwerverkehr als Alternative würde bis zu 2 Milliarden kosten. Die Investition in eine nachhaltige Sanierungslösung zahlt sich aus. Den Mehrkosten steht im Vergleich zum provisorischen Bahnverlad ein höherer Nutzen gegenüber – in Form von mehr Sicherheit, Funktionalität und Verfügbarkeit. Die Lösung verbilligt zudem alle künftigen Sanierungsarbeiten.

Die Verbindungssicherheit wird erhöht
Bei den regulären Unterhaltsarbeiten oder bei unfallbedingten Sperrungen der einen Tunnelröhre kann der Verkehr durch den zweiten Tunnel umgeleitet werden. So wird die Strassenverbindung am Gotthard zuverlässiger. Die wichtigste Nord-Südverbindung zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin und der Alpennordseite mit Italien erhält eine höhere Verbindungssicherheit.

Umfahrungsverkehr trotz temporären Mammutinstallationen
Die Alternative zum Bau eines neuen Tunnels besteht in einer mehrjährigen Schliessung des Tunnels und einem Verlad des Verkehrs auf die Bahn. Es müssten in den engen Talböden des Reusstales und der Leventina riesige Verladestationen für den Schwerverkehr gebaut werden: es wären die grössten Verladeanlagen ihrer Art in Europa. Trotzdem müsste ein erheblicher Teil des Personen- und Schwerverkehrs auch auf die San Bernardino Route ausweichen. Der Binnenverkehr in den betroffenen Bündner Talschaften käme zum Erliegen und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen wären gravierend.

Alpenschutzartikel bleibt gewahrt
Auch nach dem Bau eines neuen und der Sanierung des bestehenden Tunnels steht bloss eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung. Die zweite Fahrspur dient als Pannenstreifen. Diese Regelung wird gesetzlich verankert. Eine Erweiterung der Strassenkapazität in der Alpenregion wurde von Volk und Ständen mehrmals deutlich abgelehnt und würde dem Alpenschutzartikel in der Verfassung widersprechen. Eine Aufhebung dieser Regelung kann daher weder von der EU noch der nationalen Politik beschlossen werden.

In jedem Fall müsste das Volk und die Stände darüber abstimmen, genauso wie es heute schon beim Alpenschutzartikel der Fall ist.

Für den Graubündnerischen Baumeisterverband bietet die vorgeschlagene Lösung eines Sanierungstunnels in der Gesamtabwägung am meisten Vorteile und verdient deshalb am 28. Februar 2016 die Unterstützung der Stimmbevölkerung.

Kontakt:

Graubündnerischer Baumeisterverband

Markus Derungs
Präsident
Ortolfistrasse 3
7277 Davos Glaris
Telefon: 081 420 30 40 08
Mobile: 079 611 15 01
Mail: m.derungs@derungsbau.ch

Andreas Felix
Geschäftsführer
Comercialstrasse 20
7002 Chur
Telefon: 081 257 08 08
Mobile: 079 445 50 71
Mail: andreas.felix@gbv.ch

Eine wirtschaftsschädigende Initiative folgt der nächsten!

Am 14. Juni 2015 stimmen wir über die Volksinitiative “Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV“ ab. Die Abstimmungsvorlage fügt sich nahtlos in eine ganze Reihe wirtschaftsschädigender Volksinitiativen der jüngeren Vergangenheit ein. Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) lehnt die Initiative entschieden ab.

Die Schweiz torkelt von einer wirtschaftsschädigenden Volksinitiative zur nächsten. Und es scheint noch nicht zu reichen. Nachdem im vergangenen Jahr mit der Volksinitiative gegen Masseneinwanderung, der Mindestlohninitiative, der “Ecopop“-Initiative und der Initiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung gleich über vier Vorlagen abgestimmt wurde, welche die Bauwirtschaft stark tangieren oder tangiert hätten, werden wir am 14. Juni 2015 bereits wieder abstimmen. Diesmal über die Erbschafssteuerinitiative. Die Initiative ist unternehmensfeindlich und gefährdet insbesondere die Nachfolgeregelung in familiengeprägten KMU stark. Eine Vielzahl von Arbeitsplätzen würde durch diese neue Steuer auf Bundesebene auf fahrlässige Art und Weise gefährdet. Die verfassungsmässige Steuerhoheit der Kantone wird ausgehebelt und der Volkswille missachtet. Dies weil verschiedene Kantone, so beispielsweise Graubünden, vor einigen Jahren die Erbschaftssteuer per Volksentscheid abgeschafft haben.

Gegen Änderung des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen.

Ebenfalls abgelehnt wird vom GBV die Änderung des Bundesgesetztes über Radio und Fernsehen. Einmal mehr wird über die Lohnsumme der Faktor Arbeit belastet und es werden jene Betriebe bestraft, welche eine hohe Anzahl Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Umso stossender ist dieser Umstand, weil alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in ihrem Privathaushalt bereits für ihren Radio- und Fernsehkonsum besteuert werden. Mit der Besteuerung ihrer Lohnsumme beim Arbeitgeber erfolgt eine klassische Doppelbesteuerung.

 

Immenses Schadenpotential für die Bündner Wirtschaft!

Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) lehnt die “Ecopop-Initiative“ ab. Die Beschränkung des Bevölkerungswachstums auf völlig praxisfremde 0,2 Pro-zent pro Jahr, kombiniert mit der Verpflichtung der Schweiz zur Geburtenkontrolle in der dritten Welt, ist absurd. Im Bauhauptgewerbe wo 65 Prozent der Mitarbeiten-den aus dem Ausland stammen müssten zahlreiche Firmen schliessen. Graubün-den mit seiner grenznahen Lage wäre besonders […]