WEKO stellt Verfahren gegen GBV ein!

Im Zuge der laufenden Untersuchungen der Wettbewerbskommission (WEKO) im Kanton Graubünden, hat die WEKO heute in einer Medienmitteilung das Ergebnis und ihren Entscheid im Fall Engadin I kommuniziert. Als einzigem von zehn Fällen ist von diesem Verfahren auch der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) betroffen. Dem Graubündnerischen Baumeisterverband liegt das Dispositiv des Entscheides vor. Die WEKO hält darin fest, dass im Fall des GBV das Verfahren ohne Sanktionen eingestellt wird.

 

Gesinnungswandel der WEKO

Dem Baumeisterverband und deren Organe wird zwar nicht vorgeworfen, an Preisabsprachen beteiligt gewesen zu sein, jedoch allein schon mit der Organisation von Vorversammlungen das Umfeld für Preisabsprachen geschaffen zu haben. Dabei hat der GBV nichts Anderes gemacht, als das Reglement des Schweizerischen Baumeisterverbandes vollzogen, welches die Durchführung von solchen Vorversammlungen explizit vorsah. Dieses Reglement aus dem Jahre 2003 wurde im Rahmen des Schlussberichtes der WEKO vom 15. September 2003 in Bezug auf die Durchführung solcher Versammlungen als kartellrechtlich unbedenklich erklärt. So stellt die WEKO in ihren Schlussfolgerungen zum Reglement des Schweizerischen Baumeisterverbandes fest:

 

“… dass … keine Anhaltspunkte für allfällige Wettbewerbsbeschränkungen mehr bestehen“.

 

Selbstverständlich waren auch damals wie heute Preisabsprachen verboten. So durfte auch der GBV davon ausgehen, dass seine Mitglieder und die mit der Durchführung beauftragten Personen sich im Rahmen dieses Reglements bewegen. Wenn heute die WEKO von ihrem Schlussbericht von 2003 zu diesem Reglement des SBV eine andere Sichtwiese einnimmt und gestützt darauf den GBV die blosse Organisation solcher Vorversammlungen vorwirft ist dieser Gesinnungswandel nicht nachvollziehbar. Immerhin bestätigt selbst die aus Sicht des GBV tendenziöse Medienmitteilung der WEKO, dass der GBV und sein heutiger Geschäftsführer nicht an Vorversammlungen teilgenommen haben. Damit ist der in der Online-Plattform “Republik“ erschienene Fortsetzungsroman in diesem Punkt als reine Fake-News entlarvt.

 

Preisabsprachen sind zu verurteilen

Wie die WEKO würde auch der GBV aus heutigen Sicht die Durchführung von solchen Vorversammlungen zumindest kritisch hinterfragen. Nicht zuletzt auf Grund dieser Bedenken hat der GBV denn auch bereits im Jahre 2008 auf die Organisation solcher Vorversammlungen verzichtet, obwohl selbst das Folgereglement 2008 des SBV weiterhin die Durchführung von Vorversammlungen vorgesehen hat. Wohl würde man aus heutiger Sicht und in Kenntnis des heutigen Wettbewerbsrechtlichen Umfeldes die Situation etwas anders einschätzen und bei der Durchführung solcher Versammlungen auch aus Sicht des Verbandes etwas genauer hinschauen. Der GBV muss sich den Vorwurf gefallen lassen, zu gutgläubig auf die korrekte Umsetzung der reglementarischen Bestimmungen vertraut zu haben. Diese Kritik akzeptieren wir.

Der GBV wird der Sensibilisierung der Mitglieder im Bereich des Wettbewerbsrechts, wie auch der unternehmerischen und verbandsinternen Compliance, inskünftig noch stärkere Beachtung schenken. Zusammen mit dem Schweizerischen Verband wird er in die entsprechende Aus- und Weiterbildung investieren.

 

Demissionen im Vorstand

Vom Entscheid der WEKO betroffen sind auch Unternehmungen die im Vorstand des GBV vertreten sind. Die Vertreter der betroffenen Unternehmungen sind seit Anfang 2018 im Ausstand und haben an den Vorstandssitzungen nicht mehr teilgenommen. Sie haben dem GBV am 20. April 2018 mitgeteilt, dass sie mit Wirkung der Demissionserklärung aus dem Vorstand zurücktreten.

 

Bekenntnis zu Arbeitsgemeinschaften (ARGE) der WEKO

Gemäss Feststellung der WEKO liegen im untersuchten Zeitraum kartellrechtswidrige Absprachen vor. Sie verhängte teils drastische Sanktionen. Bei verschiedenen Fällen wurde von der WEKO die Bildung von ARGE als wettbewerbsbehindernd dargestellt und sanktioniert. Der GBV insistiert darauf, dass für die gewerblich strukturierte Bauwirtschaft die Möglichkeit zur Bildung von Arbeitsgemeinschaften zentral ist. Oft ist es kleineren und mittleren Betrieben nur über eine ARGE möglich, am Wettbewerb um grössere Aufträge zu partizipieren. Sie leisten damit sogar einen Beitrag zur Intensivierung des Wettbewerbs. Aber auch bei grösseren Firmen können ARGE zur Splittung von Unternehmensrisiken oder zum Zugewinn neuer Kompetenzen entscheidend sein. Der GBV behaftet die WEKO auf ihrem Bekenntnis, dass sie die Bildung von Arbeitsgemeinschaften grundsätzlich als unproblematisch erachtet.

 

Rasche Klärung wichtig

Der Kanton Graubünden prüft zurzeit, ob er als bedeutender Besteller von Bauleistungen durch Preisabsprachen zu Schaden gekommen ist. In einem schrumpfenden Markt wie dem Unterengadin im Nachgang der EKW-Kraftwerksbauten und des Baus des Vereina-tunnel, dürften pauschale Schadenquantifizierungen wie die von der WEKO zitierte OECD- Studie oder pauschale Vergleiche mit anderen Kantonen und Sparten nicht taugen. Der GBV ist deshalb an einer raschen Klärung dieser Fragen interessiert. Das Bauhauptgewerbe bildet mit rund 5‘000 Arbeitsplätzen in allen Regionen des Kantons einen wichtigen Teil der Bündner Volkswirtschaft. Es darf nicht dazu kommen, dass jahrelange Rechtsverfahren über Sachverhalte die bereits einige Jahre zurückliegen, eine grosse Anzahl aktueller Arbeitsplätze gefährden. Der Graubündnerische Baumeisterverband ist bereit, als führender Berufsverband der Bündner Bauwirtschaft seine guten Dienste für eine rasche Aufarbeitung der WEKO-Ergebnisse im Interesse aller Beteiligten anzubieten. Mit der Einstellung des Verfahrens gegen ihn, ist er dazu legitimiert.

 

Der GBV bekennt sich zum fairen, gesetzeskonformen und transparenten Wettbewerb mit gleichlangen Spiessen für alle Anbieter, wie er im Submissionsgesetz des Kantons Graubünden geregelt ist. Er erbringt den Tatbeweis durch seine konsequente Arbeit in der Paritätischen Berufskommission für das Bauhauptgewerbe zum Vollzug des geltenden Landesmantelvertrages.

 

Medienkontakt:

Markus Derungs
Präsident GBV
Telefon 081 420 30 40
Mail: m.derungs@derungsbau.ch

Andreas Felix
Geschäftsführer GBV
Telefon 081 257 08 08
Mail: andreas.felix@gbv.ch

WEKO: Vorbehaltlose Verfahrenseinstellung GBV beantragt!

Zur Zeit laufen verschiedene Untersuchungen der Wettbewerbskommission (WEKO) im Kanton Graubünden. Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) ist im Fall Engadin I, als einzigem Fall, in einem Verfahren betroffen. Das Sekretariat der WEKO lud den GBV im Rahmen des rechtlichen Gehörs zur Stellungnahme ein. Es beantragt der WEKO im Fall des GBV die vorbehaltlose Einstellung des Verfahrens. Es wurden keine kartellrechtswidrigen Handlungen festgestellt. Der Entscheid der WEKO ist für das Frühjahr 2018 in Aussicht gestellt.   

 

Das Sekretariat der WEKO untersuchte im Fall des Graubündnerische Baumeisterverbandes seine Rolle im Zusammenhang mit sogenannten Vorversammlungen im Zeitraum von 2004 – 2008 im Unterengadin. Der GBV konnte im Rahmen des Verfahrens aufzeigen, dass sich sein Verhalten stets auf das von der WEKO geprüfte Wettbewerbsreglement des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) abstützte und keine kartellrechtswidrigen Handlungen getätigt wurden. Dieser Sachverhalt wird vom Sekretariat explizit als glaubhaft beurteilt und mündet letztendlich im Antrag zur vorbehaltlosen Einstellung des Verfahrens.

 

Interne Reglemente im Einklang mit der WEKO

Vor 25 Jahren begann eine laufende Verschärfung des Wettbewerbsrechtes und mündete im Verbot von Wettbewerbsabreden. Der SBV passte seine entsprechenden Reglemente jederzeit dem veränderten Rechtsumfeld an und unterbreitete diese vor Inkraftsetzung der WEKO zur Prüfung. Zweck der Bestimmungen waren in jedem Fall die Förderung des fairen und transparenten Wettbewerbs auf der Grundlage eindeutiger Ausschreibungsunterlagen und die Unterstützung der Mitglieder bei Missbrauch der Nachfragemacht von privaten oder öffentlichen Bauherren. Die Mitglieder und die Kantonalsektionen wurden vom SBV mit den geltenden Bestimmungen dokumentiert. Das Wettbewerbswesen im Graubündnerischen Baumeisterverband richtete sich zu jeder Zeit nach diesen Bestimmungen. Das Ergebnis der Untersuchungen des Sekretariates der WEKO und dessen Antrag zur vorbehaltlosen Verfahrenseinstellung bestätigen dies. Der GBV wird weiterhin der Sensibilisierung der Mitglieder im Bereich des Wettbewerbsrechts, wie auch der unternehmerischen und verbandsinternen Compliance, die notwendige Beachtung schenken.

 

Vorstandsmitglieder nehmen Ausstand

In den bisher kommunizierten Mitteilungen über die Untersuchungsergebnisse der WEKO figurierten auch Unternehmungen die im Vorstand des GBV vertreten sind. Der Vorstand des GBV hat an seiner letzten Sitzung die Situation umfassend erörtert. Die Vertreter sanktionierter Unternehmungen haben unter Abwägung aller Aspekte entschieden, bis zum Abschluss der WEKO-Verfahren in Ausstand zu treten. Sie nehmen während dieser Zeit nicht an den Vorstandssitzungen teil. Die betroffenen Vorstandsmitglieder ermöglichen es damit dem Verband, die Interessen seiner Mitglieder kraftvoll und ohne den Vorwurf von Interessenkollision zu vertreten.

 

Margenerosion und Mittelabfluss

Das Bauhauptgewerbe bildet mit rund 5‘000 Arbeitsplätzen in allen Regionen des Kantons einen wichtigen Teil der Bündner Volkswirtschaft. Die Branche durchlief im Nachgang des Zweitwohnungsverbotes in den letzten Jahren einen einschneidenden Strukturwandel. Dieser kostete die Unternehmungen viel Substanz und beschnitt die im Baugewerbe seit längerer Zeit tiefen Margen weiter. Die WEKO sanktioniert kartellrechtswidrige Handlungen strafrechtlich mit drastischen Bussen. Nach heutigem Ermessen ist davon auszugehen, dass über alle Verfahren hinweg namhafte Bussbeträge ausgesprochen werden. Ob und wann diese Sanktionen rechtskräftig werden bleibt abzuwarten. Sollte dies der Fall sein ist klar, dass diese Beträge aus den betroffenen Unternehmen und aus dem Kanton Graubünden abfliessen. Verschiedene Unternehmungen dürften an die Grenzen der finanziellen Tragbarkeit stossen oder gar in ihrer Existenz bedroht sein.

 

Volkswirtschaftlichen Kollateralschaden vermeiden

Der Kanton Graubünden prüft zur Zeit, ob er als bedeutender Besteller von Bauleistungen durch Preisabsprachen zu Schaden gekommen ist und diesen zivilrechtlich einfordern kann. Der GBV ist an einer raschen Klärung dieser Frage interessiert. Der GBV erwartet, dass die Beurteilung eines allfälligen Schadens, soweit er sich nachweisen und quantifizieren lässt, im Rahmen einer volkswirtschaftlich umfassenden Güterabwägung erfolgt. Dazu gehören einerseits die Interessen von Kanton und Gemeinden als öffentliche Bauherren an der künftigen Umsetzung ihrer volkswirtschaftlich wichtigen Infrastrukturinvestitionen. Andererseits aber auch die Sicherung der regional wichtigen Arbeitsplätze des Bauhauptgewerbes. Es darf nicht dazu kommen, dass allfällige Schadenersatzforderungen aus den Jahren 2004 – 2012 zu jahrelangen Rechtsverfahren führen und eine grosse Anzahl von Arbeitsplätzen des Bauhauptgewerbes in den Regionen gefährden. Sollten Firmen vom Markt verschwinden besteht darüber hinaus die Gefahr, dass sich die angestrebte Stärkung des Wettbewerbs ins Gegenteil verkehrt und regional eine Monopolisierung der Anbieter resultiert.

 

Fortschrittliche Anstellungsbedingungen und funktionierender LMV-Vollzug

Bei den Arbeitsplätzen des Bauhauptgewerbes handelt es sich um gut bezahlte Stellen. Der Landesmantelvertrag des Bauhauptgewerbes gewährt den Mitarbeitenden die besten Anstellungsbedingungen in der gewerblichen Wirtschaft. Der Mindestlohn für einen gelernten Maurer beträgt nach der Ausbildung CHF 5‘478. 13. Monatslohn, fünf bzw. sechs Wochen Ferien und im Krankheitsfall eine zweijährige Lohnfortzahlung zu 90% sind Standard. Der Altersrücktritt mit 60 Jahren gilt seit dem Jahr 2003.

 

Der Graubündnerische Baumeisterverband bekennt sich zum fairen, gesetzeskonformen und transparenten Wettbewerb mit gleichlangen Spiessen für alle Anbieter, wie er im Submissionsgesetz des Kantons Graubünden geregelt ist. Er erbringt den Tatbeweis durch seine konsequente Arbeit in der Paritätischen Berufskommission für das Bauhauptgewerbe zum Vollzug des geltenden Landesmantelvertrages. Er ist bereit als führender Berufsverband der Bündner Bauwirtschaft eine aktive Rolle in der Bewältigung der WEKO-Ergebnisse zur übernehmen.

 

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WEKO-Entscheide Engadin

Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat heute Morgen mit einer Medienmitteilung verschiedene Entscheide zu ihren Untersuchungen im Engadin kommuniziert. Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) war nicht in die Verfahren involviert und kennt die Einzelheiten nicht. Er nimmt keine Stellung.  

Der GBV bekennt sich zum fairen, gesetzeskonformen und transparenten Wettbewerb mit gleichlangen Spiessen für alle Anbieter wie er im Submissionsgesetz des Kantons Graubünden geregelt ist. Er erbringt den Tatbeweis durch seine konsequente Arbeit in der Paritätischen Berufskommission für das Bauhauptgewerbe zum Vollzug des geltenden Gesamtarbeitsvertrages.

 

 

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Arbeitssicherheit für die Praxis

Arbeitssicherheit als Branchenziel

Das Bauhauptgewerbe setzt die Auflagen an die Unternehmungen bezüglich Arbeitssicherheit mittels einer Branchenlösung (sicuro) um. Den Schulungsauftrag nimmt der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) mit Unterstützung der SUVA und der PBK Bau wahr. Die Sicherheitsparcours 2017 in Chur und Zernez besuchen rund 300 Teilnehmer.

Bericht Quotidiana_19.05.2017

 

Generalversammlung 2017

Anlässlich der GV vom 5. Mai 2017 in Andeer durfte Präsident Markus Derungs Rudolf Minsch, Chefökonom bei economiesuisse sowie rund 100 Mitglieder und Gäste aus Politik und Wirtschaft begrüssen

GV Eröffnungsansprache Markus Derungs.

Der Hauptreferent, Professor Dr. Rudolf Minsch, beantwortete in seinem Referat die Frage „Kehrt das Wachstum zurück?“ mit JA, da alle Konjunkturdaten auf ein beschleunigtes Wachstum hindeuten würden. Was die Entwicklung des Immobilienmarktes in der Schweiz angeht, zeichnet sich gemäss Professor Minsch eine Überhitzung ab, aber es besteht die Chance auf ein „Soft Landing“, solange die Konjunktur weiter anzieht und die Zinsen tief bleiben. Professor Minsch schloss seine Ausführungen mit dem Appell an die Bündner Baumeister, in Bezug auf den Immobilienmarkt sehr, sehr wachsam zu sein.

Regierungsrat Mario Cavigelli, Zentralpräsident SBV Gian Luca LardiRegierungsrat Dr. Mario Cavigelli überbrachte die Grüsse der Bündner Regierung. Als Vertreter des SBV nahm der Zentralpräsidenten Gian Luca Lardi an der Versammlung teil.

Energiestrategie 2050: Bündner Baumeister sagen JA

Der Graubündnerische Baumeisterverband sagt JA zur Energiestrategie 2050 über deren erstes Massnahmenpaket am 21. Mai 2017 mit der Revision des Energiegesetzes abgestimmt wird. Die Bündner Baumeister bekennen sich damit zu verstärkten Investitionen in die lokale Energieerzeugung und zur Verbesserung der Energieeffizienz, namentlich im Gebäudebereich.

Graubünden produziert heute gut 20% des Schweizer Wasserkraftstroms. Viele Anlagen stehen in der Mitte ihrer konzessionierten Laufzeit und haben teilweise erheblichen Sanierungsbedarf. Zugleich steht die Branche wegen subventioniertem, ausländischem Strom unter einem starken wirtschaftlichen Druck. Das revidierte Energiegesetz gibt hier Gegensteuer und unterstützt die Wasserkraft mit Investitionsbeiträgen und einer Marktprämie. Auch wenn die Wirkung dieser beiden Instrumente begrenzt ist, so ist sind sie doch ein klares Bekenntnis zur Bedeutung der Wasserkraft und deren Gleichbehandlung mit anderen neuen erneuerbaren Energien. Zudem deklariert das revidierte Gesetz grössere Wasserkraft-Ausbauprojekte explizit als von nationalem Interesse. Dieses Interesse ist von den Behörden erstmals gesetzlich bindend als gleichwertig zu den Schutzinteressen nach dem Natur- und Heimatschutzgesetz zu beurteilen. Für die Realisierbarkeit der heute aus wirtschaftlichen Gründen sistierten Wasserkraftprojekte “Lago Biancho“ oder “Klus“ und damit für die Wasserkraft in Graubünden und die Bündner Bauwirtschaft kann dies dereinst von grosser Bedeutung sein.

Aus den Erträgen der bestehenden CO2-Abgabe, deren Rahmen mit der Revision nicht verändert wird, dürfen neu und zeitlich unbefristet 150 Millionen Franken mehr an die Förderung der Energieeffizienz von Gebäuden ausgerichtet werden. Davon dürften Hausbesitzer von sanierungsbedürftigen Liegenschaften, die Haustechnikbranche und das gesamte Ausbaugewerbe in gleichem Masse profitieren. Im Kanton Graubünden sind im gesamten Bauhaupt- und Baunebengewerbe rund 15‘000 Personen beschäftigt. Nach dem Wegfall der Beschäftigung im Zweitwohnungsbau sind entsprechende Impulse im Bereich der Gebäudesanierung sehr willkommen und sichern Arbeitsplätze in den Regionen unseres Kantons.

Auch ordnungspolitische Argumente, bewegen den GBV zur JA-Parole. Nur mit einem JA wird das marktverzerrende Instrument der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) zeitlich klar befristet und entfällt ab 2023 bzw. 2031.

Ein JA am 21. Mai 2017 stärkt die Position der Wasserkraft und der gewerblichen Wirtschaft, fördert die Innovation und Entwicklung im Bereich der Energieeffizienz von Gebäuden und hilft mit Arbeitsplätze in den Regionen zu sichern.

 

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Graubündnerischer Baumeisterverband

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Volksabstimmung vom 12. Februar 2017 – Grosse Bedeutung für die Bündner Bauwirtschaft

Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) sagt dreimal Ja zu den Abstimmungsvorlagen vom 12. Februar 2017. Für den GBV kommt aus Sicht der Bauwirtschaft sowohl die Kandidatur für Olympia 2026, der Einrichtung eines Fonds zur Finanzierung der Strassenverkehrsinfrastruktur als auch der Unternehmenssteuerreform III eine hohe Bedeutung zu.

Ja zur Kandidatur Olympia 2026

Mit der Agenda 2020 hat das IOC grundsätzlich neue Rahmenbedingungen für Olympische Winterspiele geschaffen. Die dezentrale Durchführung und die konsequente Nutzung bestehender Infrastrukturen machen Spiele möglich, die echt zu Graubünden passen und die nachhaltige, volkswirtschaftliche Impulse auszulösen vermögen. Mit einem Ja am 12.02.2017 wird die Ausarbeitung einer konkreten Kandidatur ermöglicht. Der definitive Entscheid über die Durchführung Olympischer Winterspiele in Graubünden würde, im Falle einer Bündner Kandidatur, im Herbst 2018 in einer zweiten Abstimmung gefällt. Deshalb JA zur Kandidatur Olympia 2026.

Ja zum Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF)

Das Schweizerische Verkehrsnetz ist eines der dichtesten und am stärksten frequentierten in Europa. Es bildet das Rückgrat unserer Volkswirtschaft und ist damit mitverantwortlich für den Wohlstand in unserem Land. Entscheidend für das Funktionieren ist die Verbundwirkung von Schiene und Strasse, sowie von öffentlichem Verkehr und Individualverkehr. Investitionen in unsere Infrastrukturen brauchen Finanzierungssicherheit. Mit dem NAF wird sie für die Strasse ebenso geschaffen, wie sie mit FABI für die Bahn bereits besteht. Unsere Verkehrsinfrastruktur funktioniert nur im Verbund. Deshalb JA zum NAF.

Ja zur Unternehmenssteuerreform III (USR III)

Die Schweiz ist wohlhabend und erfolgreich, weil sie zu den innovativsten Ländern der Welt gehört. Rund die Hälfte der privaten Forschungs- und Entwicklungsausgaben werden heute von jenen Unternehmen bezahlt, die von steuerlichen Sonderregelungen profitieren. Die bisherigen Sonderregeln werden im Ausland nicht länger akzeptiert. Die Kantone müssen ihre Steuersysteme darum auch bei einem NEIN an der Urne anpassen. Ein NEIN würde Bund, Kantone und Gemeinden aber in eine missliche Lage bringen. Dank der Steuerreform bleibt die Schweiz ein interessanter Standort für Forschung und Entwicklung. Dies ist gerade auch für Graubünden wichtig, hängt doch der Finanzhaushalt unseres Kantons zu 50% unmittelbar oder indirekt von Zuwendungen des Bundes ab. Es muss anderen gut gehen, damit es auch uns besser geht. Deshalb Ja zur USR II.

Zum Abstimmungsvorlage über die erleichtere Einbürgerung von Personen der dritten Ausländergeneration, die ebenfalls am 12. Februar 2017 zur Abstimmung gelangt, nimmt der Graubündnerische Baumeisterverband keine Stellung.

 

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Wir sind fit für Olympia!

Der Vorstand des GBV hat einstimmig beschlossen, die Ausarbeitung einer Kandidatur aktiv zu unterstützen. Die Volkswirtschaftlichen Impulse für unseren Kanton sind erheblich und eine gleichwertige Alternative ist nicht vorhanden. Weitere Infos unter www.olympia.gr.ch oder www.jazuolympia.ch

 

Nachwuchs auf dem Bau – Themenwoche auf Radio SO

Wer auf dem Bau arbeitet, sieht jeden Abend, was er geleistet hat: einen echten Beitrag zur Zukunft Graubündens. Die Jobs auf dem Bau sind dabei sehr vielfältig und bieten gute Karrierechancen. Und das Schöne: Wer auf dem Bau arbeitet, der braucht nicht nur seine Hände, sondern auch Köpfchen und er ist auch in Zukunft gefragt. Zu vielfältig sind die Bauwerke in unserem Kanton die unterhalten, saniert, umgebaut oder neu gebaut werden wollen.

In Kurzinterviews erzählen die Maurerin Flavia Schnoz sowie Bündner Baumeister und Ausbildner warum sie einen Bauberuf gewählt haben und wie vielfältig die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten auf dem Bau sind.

Interview mit Flavia Schnoz, Maurerin EFZ

Interview mit Andreas Felix, Geschäftsführer Graubündnerischer Baumeisterverband

Interview mit Daniel Blumenthal, Vorstandsmitglied Graubündnerischer Baumeisterverband

Interview mit Olga Bolliger, Ausbildungsverantwortliche Implenia Schweiz

Interview mit Markus Derungs, Präsident Graubündnerischer Baumeisterverband

 

Baumeister fordern “Berechenbarkeit staatlichen Handelns!“

Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) sagt Nein zur Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie». Mit der Vorgabe, bereits im nächsten Jahr drei Atomkraftwerke stillzulegen, wird der wirtschaftspolitisch bedeutsame Grundsatz der Berechenbarkeit staatlichen Handelns grob missachtet und die Versorgungssicherheit verkommt zum Glückspiel. 

Die Volksinitiative «Für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» segelt unter verführerischem Titel. Der Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossen und in der schweizerischen Bevölkerung wohl auch mehrheitsfähig. In diesem Sinn ist das Ziel des Atomausstiegs denn auch Gegenstand der Energiestrategie 2050 von Bundesrat und Parlament. Wenn der Initiativtitel aber einen geordneten Ausstieg suggeriert, ist dem entschieden zu entgegnen. Das Gegenteil ist der Fall. Bereits im nächsten Jahr müssten drei der fünf Atomkraftwerke in der Schweiz stillgelegt werden. Die Abschaltung eines AKW ist ein äusserst komplexer Prozess, dessen Planung und Umsetzung drei bis fünf Jahre in Anspruch nimmt. Die Initiative macht unseriöse Vorgaben, die mit einem geordneten Ausstieg gar nichts gemein haben. Der Wirtschaftsstandort Schweiz ist international konkurrenzfähig, weil das staatliche Handeln in unserem Land für die Wirtschaft bislang berechenbar war und sich die Unternehmen rechtzeitig darauf ausrichten konnten. Mit der Annahme der Initiative würden wir diesen Grundsatz auf grobe Art und Weise missachten.

Die Versorgungssicherheit mit Energie ist ein zentraler Faktor für die Wirtschaft unseres Landes. Mit der Abschaltung von drei AKW im nächsten Jahr entsteht eine Versorgungslücke die eben diese Versorgungssicherheit in Frage stellt. Der fehlende Strom müsste importiert werden. Unsinnigerweise wäre es französischer Atomstrom oder CO2-belasteter deutscher Kohlestrom. Ob die grenzüberschreitenden Netzkapazitäten eine zuverlässige Versorgung gewährleisten ist dabei alles andere als sicher. Die Initiative gleicht punkto Versorgungssicherheit einem Glücksspiel.

Sagen wir am 27. November 2016 Nein zu einer Initiative, die unter falscher Flagge segelt.

 

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