Volksabstimmung vom 12. Februar 2017 – Grosse Bedeutung für die Bündner Bauwirtschaft

Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) sagt dreimal Ja zu den Abstimmungsvorlagen vom 12. Februar 2017. Für den GBV kommt aus Sicht der Bauwirtschaft sowohl die Kandidatur für Olympia 2026, der Einrichtung eines Fonds zur Finanzierung der Strassenverkehrsinfrastruktur als auch der Unternehmenssteuerreform III eine hohe Bedeutung zu.

Ja zur Kandidatur Olympia 2026

Mit der Agenda 2020 hat das IOC grundsätzlich neue Rahmenbedingungen für Olympische Winterspiele geschaffen. Die dezentrale Durchführung und die konsequente Nutzung bestehender Infrastrukturen machen Spiele möglich, die echt zu Graubünden passen und die nachhaltige, volkswirtschaftliche Impulse auszulösen vermögen. Mit einem Ja am 12.02.2017 wird die Ausarbeitung einer konkreten Kandidatur ermöglicht. Der definitive Entscheid über die Durchführung Olympischer Winterspiele in Graubünden würde, im Falle einer Bündner Kandidatur, im Herbst 2018 in einer zweiten Abstimmung gefällt. Deshalb JA zur Kandidatur Olympia 2026.

Ja zum Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF)

Das Schweizerische Verkehrsnetz ist eines der dichtesten und am stärksten frequentierten in Europa. Es bildet das Rückgrat unserer Volkswirtschaft und ist damit mitverantwortlich für den Wohlstand in unserem Land. Entscheidend für das Funktionieren ist die Verbundwirkung von Schiene und Strasse, sowie von öffentlichem Verkehr und Individualverkehr. Investitionen in unsere Infrastrukturen brauchen Finanzierungssicherheit. Mit dem NAF wird sie für die Strasse ebenso geschaffen, wie sie mit FABI für die Bahn bereits besteht. Unsere Verkehrsinfrastruktur funktioniert nur im Verbund. Deshalb JA zum NAF.

Ja zur Unternehmenssteuerreform III (USR III)

Die Schweiz ist wohlhabend und erfolgreich, weil sie zu den innovativsten Ländern der Welt gehört. Rund die Hälfte der privaten Forschungs- und Entwicklungsausgaben werden heute von jenen Unternehmen bezahlt, die von steuerlichen Sonderregelungen profitieren. Die bisherigen Sonderregeln werden im Ausland nicht länger akzeptiert. Die Kantone müssen ihre Steuersysteme darum auch bei einem NEIN an der Urne anpassen. Ein NEIN würde Bund, Kantone und Gemeinden aber in eine missliche Lage bringen. Dank der Steuerreform bleibt die Schweiz ein interessanter Standort für Forschung und Entwicklung. Dies ist gerade auch für Graubünden wichtig, hängt doch der Finanzhaushalt unseres Kantons zu 50% unmittelbar oder indirekt von Zuwendungen des Bundes ab. Es muss anderen gut gehen, damit es auch uns besser geht. Deshalb Ja zur USR II.

Zum Abstimmungsvorlage über die erleichtere Einbürgerung von Personen der dritten Ausländergeneration, die ebenfalls am 12. Februar 2017 zur Abstimmung gelangt, nimmt der Graubündnerische Baumeisterverband keine Stellung.

 

Kontakt:

Graubündnerischer Baumeisterverband

Markus Derungs
Präsident
Ortolfistrasse 3
7277 Davos Glaris
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Mobile: 079 611 15 01
Mail: m.derungs@derungsbau.ch

Andreas Felix
Geschäftsführer
Comercialstrasse 20
7002 Chur
Telefon: 081 257 08 08
Mobile: 079 445 50 71
Mail: andreas.felix@gbv.ch