„Auf dem Bau sehe ich am Abend, was ich geleistet habe“

Lust Bauluft zu schnuppern? Die Bündner Bauunternehmer bieten Schnupper- und Lehrstellen an. Eine Übersicht der Ausbildungsbetriebe in Graubünden findest du im Mitgliederverzeichnis oder unter www.bauberufe.ch

Bauwirtschaft 2016: „Gute Nachfrage dank dem Tiefbau“

Das vergangene “Baujahr 2016“ war geprägt von einer guten Nachfragesituation im Tiefbau und einer sich abzeichnenden Konsolidierung im Hochbau, diese allerdings auf tieferem Niveau gegenüber früheren Jahren. Die aktuell vorliegenden Jahreszahlen 2016 über den Verlauf der Bauwirtschaft im Kanton Graubünden verkünden keine Überraschungen. Der Hochbau bleibt nachhaltig geprägt durch den weggebrochenen Zweitwohnungsbau in den Tourismusregionen und im Tiefbau kommt einmal mehr die stetige Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand in den statistischen Daten zum Ausdruck. Entsprechend stabil präsentiert sich die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe per 30. Juni 2016 bei knapp 5‘000 Beschäftigten mit einem marginalen Rückgang von -0.4%. Die Auftragseingänge und das Bauvolumen verzeichnen erfreulich positive Entwicklungen in allen Sparten. Der milde Spätherbst erlaubte eine produktive Bautätigkeit bis kurz vor Weihnachten. Dies schlug sich allerdings per Ende Dezember 2016 in einem stark geschrumpften Arbeitsvorrat, insbesondere im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau, nieder.

Beschäftigte
Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe nahm per 30. Juni 2016 gegenüber dem Vorjahr um -0.4% leicht ab. Die Abnahme ist vor allem bei den Kurzaufenthaltern zu beobachten. Im Bauhauptgewerbe des Kantons Graubünden waren per Ende Juni 2016 insgesamt 4‘919 Personen (Vorjahr 4‘937) beschäftigt, nämlich 1‘666 Schweizer (-1.9%), 918 Kurzaufenthalter (-9.8%) und 2‘335 übrige Ausländer (+5.2%). Insgesamt entspricht dies im Vergleich zum Vorjahr einer geringen Abnahme von -0.4%.

Auftragseingang
Im Jahr 2016 verzeichneten die Auftragseingänge auf Grund der guten Nachfrage im Tiefbau und einer Konsolidierung im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um insgesamt + 6.6%. Insbesondere im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau wurde der Rückgang aus den Vorjahren allerdings nicht wettgemacht. Die Auftragseingänge im Tiefbau beliefen sich im 2016 auf 56% der gesamten Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe. Dies weist auf die hohe Bedeutung des Infrastrukturbaus und der Unterhaltsinvestitionen – insbesondere der öffentlichen Hand und der Rhätischen Bahn – für die Bündner Bauwirtschaft hin.

Insgesamt summierten sich die Auftragseingänge im Jahr 2016 auf 981.2 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr mit 920.1 Millionen Franken ergibt dies eine Zunahme von +6.6%. Dank der Nachfrage im Tiefbau resultiert damit der dritthöchste Wert innerhalb der achtjährigen Vergleichsperiode. Die Auftragseingänge im Tiefbau nahmen gegenüber dem Vorjahr um +7.6% zu. Die nachhaltig hohe Investitionstätigkeit von Bund, Kanton und der Rhätischen Bahn in den Unterhalt und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist der Hauptgrund dafür. Im Wohnungsbau konnte mit einer Zunahme von +9.7% der Einbruch des Vorjahres von –18.9% nur zur Hälfte wettgemacht werden, während im übrigen Hochbau bei einer Zunahme von +21.5% der Einbruch im Vorjahr kompensiert werden konnte. Die teilweise Kompensation der Vorjahreseinbrüche im Wohnungsbau ist allerdings eine kantonsweite Betrachtung, die den regionalen Unterschieden keine Rechnung trägt. Die Zunahme der Nachfrage ist primär in Nordbünden mit dem Bündner Rheintal zu verzeichnen, während in den Tourismusregionen die Nachfrage im Hochbau nach wie vor weitgehend zum Erliegen gekommen ist.

Bauvolumen / Umsätze
Per Ende Jahr resultierte insbesondere dank dem Tiefbau für 2016 ein erfreuliches Bauvolumen von 991.7 Mio. Franken. Die Grenze von einer Milliarde Franken, welche einzig im Jahr 2011 übertroffen wurde, konnte allerdings auch im vergangenen Jahr nicht erreicht werden.

Das im Jahre 2016 insgesamt realisierte Bauvolumen belief sich auf 991.7 Mio. Franken. Es lag damit um +5.9% über dem Vorjahreswert. Die Zunahme ist bei allen Sparten zu verzeichnen. Im Wohnungsbau wurde mit 334.4 Mio. Franken (+6.5%) mehr verbaut als im Vorjahr. Im übrigen Hochbau stieg die Produktion um +8.1% auf 119.7 Mio. Franken, was aber nicht darüber hinweg zu täuschen vermag, dass das Bauvolumen in dieser Sparte im Jahre 2013 noch bei 175.4 Millionen lag. Im Tiefbau darf eine erfreulich kontinuierliche Entwicklung des Volumens konstatiert werden. Dieses belief sich auf CHF 537.6 Mio. und lag damit um +5.1% über dem Vorjahreswert. Im Tiefbau schlagen sich nach wie vor die bedürfnisgestützten Investitionen der öffentlichen Hand und der Rhätischen Bahn in den Unterhalt und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur nieder. Der Tiefbau und damit die öffentliche Nachfrage bilden eine ausserordentlich wichtige Nachfragestütze für die Bündner Bauwirtschaft. Die Kontinuität in der Investitionspolitik der öffentlichen Hand, namentlich des Bundes (ASTRA), des Kantons, der Gemeinden und der Rhätischen Bahn behält ihre ungebrochen hohe volkswirtschaftliche Bedeutung.

Arbeitsvorrat
Die Arbeitsvorräte per 31. Dezember 2016 präsentieren sich vordergründig mit +0.7% gegenüber dem Vorjahr stabil. Die Kontinuität ist allerdings allein in den hohen Arbeitsvorräten im Tiefbau begründet. Im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau liegen die Arbeitsvorräte auf dem tiefsten Niveau der achtjährigen Vergleichsperiode. Der milde Spätherbst mit optimalen Produktionsbedingungen im ganzen Kanton und bis hinauf in die oberen Höhenlagen hinterliess unübersehbar seine Spuren.

Die Arbeitsvorräte beliefen sich per 31. Dezember 2016 auf 318.1 Mio. Franken. Sie liegen damit um +0.7% über dem Vorjahreswert von 315.9 Mio. Innerhalb der Sparten ergeben sich allerdings markante Unterschiede. Während sich der Arbeitsvorrat im Tiefbau dank umfangreicher Investitionen der öffentlichen Hand um +26.4% erhöhte, sank er im Wohnungsbau im Zuge des hohen Bauvolumens 2016 um -29.5% auf nur mehr 63.6 Mio. Franken. Ebenfalls massiv rückläufig präsentiert sich der Arbeitsvorrat im übrigen Hochbau mit -33.7% auf lediglich noch 34.2 Mio. Franken. Diese Ausgangslage befeuerte den deutlich wahrnehmbaren, unglaublich intensiven Wettbewerb um Bauaufträge zu Beginn des Jahres 2017.

Bauzeitversicherungen
Aufgrund einer Gesetzesänderung erfolgt die Deckungszusicherung der Gebäudeversicherung Graubünden (GVG) ab dem Jahr 2011 auf Grundlage der Baubewilligungen. Davor war für die Zusicherung eine Meldung der Bauherrschaft zu Beginn der Baurealisierung notwendig. Die neue Datenbasis beinhaltet damit die Unsicherheit von Verzögerungen des Baubeginns oder des gänzlichen Verzichtes der Realisierung.

Per 31. Dezember 2016 betrug das auf der Basis der erteilten Baubewilligungen für das Jahr 2016 zugesicherte bauzeitversicherte Volumen 1‘864 Millionen Franken. Der Vergleich mit dem Vorjahreswert von 1‘380 Millionen Franken zeigt eine Zunahme um +35.1%. Die Zunahme dürfte unter anderem in den baubewilligten Grossprojekten Neubau Verwaltungsgebäude “Sinergia“ in Chur und Neubau Justizvollzugsanstalt in Cazis begründet sein.  Das bauzeitversicherte Volumen 2016 liegt aber nach wie vor deutlich unter den Höchstwerten von 2011 (2‘578 Mio.) und 2012 (2‘480 Mio.). Immerhin bleibt zu hoffen, dass die Zunahme gegenüber dem Vorjahr als positives Signal für die Auftragseingänge 2017 betrachtet werden darf.

Datenquellen
Die Auswertung der Daten basiert auf den Quartalserhebungen des Schweizerischen Baumeisterverbandes und den Monatserhebungen der Gebäudeversicherung Graubünden.

Medienkontakt
Graubündnerischer Baumeisterverband
Andreas Felix
Geschäftsführer
Comercialstrasse 20
7002 Chur
Telefon 081 257 08 08
Mail: andreas.felix@gbv.ch

Knipsen, hochladen und gewinnen!

 

Der Gewinner des Fotowettbewerbs heisst Nevio Niesper. An der FIUTSCHER 2016 hat er am Stand des GBV viel Einsatz gezeigt und gewinnt einen Mediamarkt-Gutschein im Wert von Fr. 250.00

Wir sind fit für Olympia!

Der Vorstand des GBV hat einstimmig beschlossen, die Ausarbeitung einer Kandidatur aktiv zu unterstützen. Die Volkswirtschaftlichen Impulse für unseren Kanton sind erheblich und eine gleichwertige Alternative ist nicht vorhanden. Weitere Infos unter www.olympia.gr.ch oder www.jazuolympia.ch

 

Nachwuchs auf dem Bau – Themenwoche auf Radio SO

Wer auf dem Bau arbeitet, sieht jeden Abend, was er geleistet hat: einen echten Beitrag zur Zukunft Graubündens. Die Jobs auf dem Bau sind dabei sehr vielfältig und bieten gute Karrierechancen. Und das Schöne: Wer auf dem Bau arbeitet, der braucht nicht nur seine Hände, sondern auch Köpfchen und er ist auch in Zukunft gefragt. Zu vielfältig sind die Bauwerke in unserem Kanton die unterhalten, saniert, umgebaut oder neu gebaut werden wollen.

In Kurzinterviews erzählen die Maurerin Flavia Schnoz sowie Bündner Baumeister und Ausbildner warum sie einen Bauberuf gewählt haben und wie vielfältig die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten auf dem Bau sind.

Interview mit Flavia Schnoz, Maurerin EFZ

Interview mit Andreas Felix, Geschäftsführer Graubündnerischer Baumeisterverband

Interview mit Daniel Blumenthal, Vorstandsmitglied Graubündnerischer Baumeisterverband

Interview mit Olga Bolliger, Ausbildungsverantwortliche Implenia Schweiz

Interview mit Markus Derungs, Präsident Graubündnerischer Baumeisterverband

 

Maurer oder Strassenbauer?

Am Stand 214 an der FIUTSCHER in Chur ausprobieren was Spass macht – mauern, pflästern, Brücken bauen oder Bagger fahren… Mitmachen und beim Fotowettbewerb einen coolen Preis gewinnen! Mehr Infos unter www.bauberufe.ch

Fachveranstaltung in Chur – Montag, 21. November 2016

Arbeitsplätze für die Regionen Graubündens
Wirtschaftliche Bedeutung energetischer Gebäudesanierungen.

Der Graubündnerische Baumeisterverband informiert seine Mitglieder über die Fachveranstaltung zum Thema „Wirtschaftliche Bedeutung energetischer Gebäudesanierungen“.

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Eine Lehre auf dem Bau: Voraussetzungen und Anstellungsbedingungen

Mit den Händen und mit Maschinen arbeiten. Den Kopf und die Muskeln brauchen. Und jeden Abend sehen, was du tagsüber geleistet hast. Das bieten dir die vielfältigen Berufe auf dem Bau.

Handwerkliches Geschick, Freude am Arbeiten im Freien, gute Schulleistungen (Real- / Sekundarschule), körperliche Gewandtheit, Teamfähigkeit, Freude am Umgang mit Maschinen sind die Voraussetzungen für eine Lehre auf dem Bau.

Interview mit Daniel Blumenthal, Vorstandsmitglied Graubündnerischer Baumeisterverband

Bündner Bauwirtschaft – Ambivalente Wahrnehmung einer konsolidierten Nachfrage!

Medienmitteilung

Bündner Bauwirtschaft – Ambivalente Wahrnehmung einer konsolidierten Nachfrage!

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Graubünden haben im ersten Semester 2016 gegenüber dem Vorjahr um +15.7% zugenommen. Die Zunahme ist in allen Sparten begründet. Die Auftragseingänge im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau liegen allerdings noch immer deutlich unter den Werten, wie sie bis 2013 verzeichnet wurden. Die Bautätigkeit liegt gegenüber dem Vorjahr mit +4.8% im Plus. Die Zahl der Beschäftigten trug der konsolidierten Nachfrage Rechnung und präsentierte sich per Stichtag vom 30. Juni 2016 gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert. Die Vorläuferindikatoren “Auftragseingang“ und “Arbeitsvorrat“ eröffnen den Unternehmungen grundsätzlich intakte Perspektiven für eine befriedigende Auslastung im zweiten Semester. Die Bedeutung des Tiefbaus und damit die Abhängigkeit von der öffentlichen Baunachfrage nimmt weiter zu und ist mit einer gewissen Ambivalenz zu beurteilen. Das Vordringen in neue Marktgebiete und Verlagerungen in der Spartenausrichtung seitens der Anbieter führte, trotz einer konsolidierten Nachfrage, zu einem insgesamt höheren Wettbewerbsdruck.

 

Beschäftigte

Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe blieb per 30. Juni 2016 mit einer Abnahme um lediglich -0.4% gegenüber dem Vorjahr praktisch stabil. Einer Abnahme bei den Kurzaufenthaltern steht eine Zunahme bei den daueraufenthaltsberechtigten Ausländern gegenüber.

Im Bauhauptgewerbe des Kantons Graubünden waren per Ende Juni 2016 insgesamt 4‘919 Personen beschäftigt, nämlich 1‘666 Schweizer (-1.9%), 918 Kurzaufenthalter
(-9.8%) und 2‘335 übrige Ausländer (+5.1%). Insgesamt entspricht dies im Vergleich zum Vorjahr (4‘937) einer geringfügigen Abnahme der Beschäftigtenzahl um -0.4%.

 

Auftragseingang

Die Auftragseingänge im ersten Semester 2016 nahmen mit +15.7% gegenüber dem Vorjahr erstmals wieder erheblich zu, nachdem sie zuvor während zwei Jahren markant zurückgegangen waren. Insbesondere im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau vermögen die Zunahmen gegenüber dem Vorjahr die Rückgänge der Jahre 2013 und 2014 bei weitem nicht zu kompensieren.

Das Gesamtvolumen an eingegangenen Aufträgen im ersten Semester 2016 beträgt 557.8 Mio. Franken. Es liegt mit +15.7% deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Im langjährigen Vergleich resultiert damit ein mittlerer Wert. Der Wohnungsbau steuerte eine Zunahme von +23.1%, der übrige Hochbau eine solche von +21.5% und der volumenstarke Tiefbau eine Zunahme von +11.4% zu diesem Ergebnis bei. Im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau bewegen sich die absoluten Zahlen der Auftragseingänge, trotz der erwähnten beachtlichen %-Zunahmen, im langjährigen Vergleich noch immer auf dem zweittiefsten Niveau. Zu schwer wiegen die Auswirkungen der Zweitwohnungsinitiative, insbesondere in den Tourismusregionen unseres Kantons. Nach wie vor stetig und ungebrochen bedeutsam ist die Nachfrage im Tiefbau. Der Tiefbau bringt damit seine hohe Bedeutung für die Bauwirtschaft im Kanton Graubünden, insbesondere bei der öffentlichen Baunachfrage im Infrastrukturbereich, zum Ausdruck. In einer langfristigen Betrachtung wäre es wünschenswert, dass der Hochbau, welcher seine primär private Nachfrage aus der realen volkswirtschaftlichen Entwicklung generiert, wieder etwas an Bedeutung zulegt.

 

Bautätigkeit

Die steigenden Auftragseingänge wirkten sich naturgemäss positiv auf die Bautätigkeit aus. Diese nahm im ersten Semester in allen Sparten leicht zu und erreichte ein gutes Niveau.

Das im ersten Semester 2016 realisierte Bauvolumen belief sich auf rund 372.3 Mio. Franken. Es liegt damit nominell um 17.2 Mio. Franken über dem Vorjahreswert von 355.1 Mio. Franken. Dazu beigetragen haben der Wohnungsbau mit 138.5 Mio. Franken (+3.7%), der übrige Hochbau mit 51.4 Mio. (+20.9%) und der Tiefbau mit 182.4 Mio. Franken (+1.8%). Die prozentual starke Zunahme im übrigen Hochbau dürfte unter anderem im Grossprojekt des Neubaus Kantonsspital Chur begründet sein, welches sich zur Zeit in einer intensiven Phase des Rohbaus befindet.

 

Arbeitsvorrat

Der Arbeitsvorrat per 30. Juni 2016 erhöhte sich dank der Zunahme bei den Auftragseingängen. Analog den Auftragseingängen nahmen auch die Arbeitsvorräte gegenüber dem Vorjahreswert in allen drei Sparten zu.

Die Arbeitsvorräte betrugen per 30. Juni 2016 rund 537.8 Mio. Franken. Dies entspricht einer deutlichen Zunahme von +19.2% gegenüber dem Vorjahreswert. Dieser Umstand ist vor allem im Tiefbau begründet (+22.9%) und dort insbesondere im Grossprojekt des RhB-Albulatunnels sowie in geringerem Ausmass in der Umfahrung Silvaplana. Aber auch im Wohnungsbau (+11.3%) und im übrigen Hochbau (+11.0%) sind, allerdings auf numerisch deutlich tieferem Niveau, Zunahmen zu verzeichnen. Der Arbeitsvorrat des Neubaus Kantonsspital Chur dürfte auf Grund seines Volumens die Statistik im übrigen Hochbau prägen.

 

Bauzeitversicherungen

Graubünden kennt, wie die Mehrzahl der übrigen Kantone in der Schweiz, die obligatorische Gebäudeversicherungspflicht. Die Gebäudeversicherung Graubünden (GVG) sichert den Bauvorhaben im Hochbau, auf der Basis des Kostenvoranschlages für die Baubewilligung, den Versicherungsschutz für die Dauer der Bauzeit zu. Dieses bauzeitversicherte Volumen wird von der GVG statistisch erfasst und bildet für den Hochbau einen Vorläuferindikator, der aufzeigt, wie sich die Auftragseingänge in der nachfolgenden Zeitperiode entwickeln werden.

Per 30. Juni 2016 betrug das auf der Basis der erteilten Baubewilligungen zugesicherte bauzeitversicherte Volumen für das erste Semester 907.1 Millionen Franken. Ein Vergleich mit dem Vorjahreswert von 738.7 Millionen Franken weist eine deutliche Zunahme von +22.8% aus. Die Entwicklung des neu bauzeitversicherten Volumens plausibilisiert damit die Zunahme der Auftragseingänge in den Sparten Wohnungsbau und übriger Hochbau, welche im Portfolio der Bauzeitversicherung erfasst sind.
Die Zunahme im ersten Semester 2016 vermochte die Rückgänge aus den beiden Vorjahren von -33.3% (2013/14) und -25.2% (2014/2015) allerdings längst nicht zu kompensieren. Das baubewilligte Volumen im ersten Semester 2016 liegt immer noch um -38.7% unter dem Höchstwert im Jahre 2013.

 

 

Medienauskünfte:

Graubündnerischer Baumeisterverband
Andreas Felix
Geschäftsführer
Comercialstrasse 20
7001 Chur

Telefon       081 257 08 08
Mobile        079 445 50 71

 

Baumeister sind gegen „Grüne Wirtschaft“ und „AHVplus“

Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) sagt Nein zu den Initiativen «Grüne Wirtschaft» und «AHVplus», über die am 25. September 2016 abgestimmt wird. Die Initiative «Für eine grüne Wirtschaft» würde zu einer massiven Verteuerung der Lebenskosten führen. Die «AHVplus»-Initiative würde die Solidarität zwischen Jung und Alt überstrapazieren und tausende Arbeitsplätze kosten.

Medienmitteilung und weitere Informationen unter Abstimmungsparolen_25_September_2016