Bauwirtschaft 2025 – Nach wie vor intakte Nachfrage
Chur, 11. Februar 2026. – Die Tätigkeit im Bauhauptgewerbe des Kanton Graubün-
den konsolidierte sich im Jahr 2025 auf dem Niveau der drei vorangegangenen
Jahre bei einem Bauvolumen von rund einer Milliarde Franken. Im Berichtsjahr be-
sonders erfreulich entwickelte sich der Wohnungsbau, während der Tiefbau etwas
an Terrain einbüsste und mit rund 48% des umgesetzten Volumens erstmals seit
längerer Zeit leicht unter dem Wert von 50% zu liegen kam. Die Budgets im öffent-
lich geprägten Tiefbau lassen allerdings den Schluss zu, dass diese Sparte ihren
hohen Stellenwert für die Bauwirtschaft im Kanton Graubünden auch in Zukunft
behalten wird. Diese Vermutung plausibilisiert sich mit den anstehenden Aufga-
ben beim Unterhalt der Infrastruktur von Schiene, Strasse, Schutzbauten und dem
Zubau von Anlagen zur Energieerzeugung. Mehr Sorgen als die Nachfrage – wel-
che mittelfristig gesichert erscheint – bereitet der Branche die abnehmende Ver-
bindlichkeit der fristgerechten Projektrealisierung. Nicht selten werden Projekte,
bei denen die Aufträge vergeben sind und die Auftragnehmer mitten in der Ar-
beitsvorbereitung stecken, wegen Einsprachen, Projektänderungen oder Finanzie-
rungsüberlegungen verschoben. Diese Situation macht die Ressourcenplanung in
den Unternehmungen sehr anspruchsvoll. In der Regel steht einem kurzfristig ver-
schobenen Projekt nicht sogleich ein gleichwertiges «Ersatzprojekt» zur Verfü-
gung, bei welchem das disponierte Personal und die vorgesehenen Maschinen
und Geräte eingesetzt werden können. Mit rund 10% der Wertschöpfung das Bau-
hauptgewerbe eine wichtige Stütze der Bündner Volkswirtschaft. Für das laufende
Jahr 2026 erwartet die Branche eine ähnliche Nachfragesituation wie im vergange-
nen Jahr.
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Medienmitteilung Bauwirtschaftsdaten 2025