Stellungnahme des GBV zur Medienmitteilung der WEKO über die Untersuchungsergebnisse «Strassenbau» und «Engadin II»

Chur, 3. September 2019 – Der Graubündnerische Baumeisterverband GBV hat die Veröffentlichung der Medienmitteilung der WEKO zu den Untersuchungen betreffend «Strassenbau» und «Engadin II» zur Kenntnis genommen. Die WEKO schliesst damit ihre 2012 eingeleiteten Verfahren ab. Der Verband ist von diesen Untersuchungen nicht betroffen und wurde von der WEKO entsprechend auch nicht kontaktiert. Daher beschränken sich die Kenntnisse des GBV auf den Inhalt der Medienmitteilung. Die kommunizierten Ergebnisse sind zudem noch nicht rechtskräftig. Der GBV nimmt deshalb inhaltlich keine Stellung.

Der GBV legt jedoch in diesem Zusammenhang noch einmal Wert auf folgende Feststellung: Der Verband verurteilt kartellrechtswidrige Absprachen und unlautere Vorteilsnahmen und bekennt sich ausdrücklich zum gesetzeskonformen und fairen Wettbewerb mit gleichlangen Spiessen für alle Anbieter. Er hat deshalb bereits im Sommer 2018 ein umfassendes Projekt zur Überprüfung der bestehenden Compliance im Verband und in der Bauwirtschaft sowie zur Implementierung von zukunftsgerechten Optimierungen gestartet. Die Mitglieder des GBV unterstützen dieses Vorgehen und haben an der Generalversammlung vom 26. April 2019 einstimmig entsprechende Verhaltensgrundsätze verabschiedet. So werden den Mitgliedern ab Sommer 2019 unter anderem laufend praxisnahe Merkblätter und Schulungsangebote zur Verfügung gestellt. Mit diesen Massnahmen schafft der GBV die Voraussetzungen, dass sich die Mitglieder eigenverantwortlich, sicher und korrekt durch die Vielzahl von gesetzlichen und normativen Regelungen bewegen können, welche die Bauwirtschaft prägen. Auch durch die Tatsache, dass der Kanton Unternehmen, mit denen er im Zusammenhang mit den WEKO-Untersuchungen Vergleichsvereinbarungen geschlossen hat, zur Einführung eines Compliance-Programms verpflichtet hat, sieht sich der GBV im eingeschlagenen Weg bestätigt.

Der GBV begrüsst, dass im Kontext der erwähnten Untersuchungen aktuell auch auf der Bauherrenseite eine umfassende Überprüfung der Prozesse im öffentlichen Beschaffungswesen erfolgt. Damit – und mit den seitens des Kantons im Juni abgeschlossenen Vergleichsvereinbarungen mit Unternehmen im Strassenbelagsbau – ist sichergestellt, dass sich das volkswirtschaftlich wichtige öffentliche Beschaffungswesen im Kanton Graubünden in seiner Gesamtheit die zukünftige Handlungsfähigkeit bewahrt. Macht doch allein der öffentlich geprägte Tiefbau 55% der Baunachfrage im Bauhauptgewerbe unseres Kantons aus.

 

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Graubündnerischer Baumeisterverband

Maurizio Pirola
Präsident
Telefon 081 833 39 25
Mail: m.pirola@martinelli-bau.ch

 

Erfolgreiche Berufsabschlüsse 2019

4 Baupraktiker EBA, 33 Maurer EFZ, 1 Gleisbauer EFZ, 1 Grundbauer EFZ, 3 Strassenbaupraktiker EBA und 6 Strassenbauer EFZ haben ihre Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Der Abschluss der beruflichen Grundbildung und das bestandene Qualifikationsverfahren sind Ausdruck einer vollbrachten Leistung und einer übersprungenen Hürde. Der GBV gratuliert allen erfolgreichen Prüfungsabsolventen ganz herzlich.

Die erfolgreichen Prüfungskandidaten sehen Sie hier.

 

Stellungnahme des Graubündnerischen Baumeisterverbandes zur Medienmitteilung des Kantons Graubünden über die Vergleichsvereinbarungen mit Unternehmen im Strassenbelagsbau Graubünden.

Chur, 14. Juni 2019. – Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) hat die Medienmitteilung des Kantons über Vergleichsvereinbarungen mit Unternehmen, die von den wettbewerbsrechtlichen Untersuchungen im Tiefbau Graubünden betroffen sind, zur Kenntnis genommen. Die Vereinbarungen wurden zwischen betroffenen Unternehmen und dem Kanton Graubünden getroffen. Der Verband ist nicht darin involviert. Zudem sind dem GBV die Ergebnisse der betreffenden, noch nicht veröffentlichten WEKO-Untersuchung nicht bekannt. Daher beschränken sich die Kenntnisse des GBV auf die Medienmitteilung des Kantons. Er kann sich deshalb nur grundsätzlich äussern und keine Stellung nehmen zum Inhalt der Vereinbarungen.

Der GBV geht davon aus, dass bei den Vergleichsvereinbarungen die entsprechenden rechtsstaatlichen Grundsätze eingehalten wurden und begrüsst die Gleichbehandlung aller betroffenen Unternehmen in den verschiedenen wettbewerbsrechtlichen Verfahren im Kanton Graubünden. Damit wird die Voraussetzung für eine rasche und abschliessende Bewältigung der Sachverhalte geschaffen und gewährleistet, dass sich das volkswirtschaftlich wichtige öffentliche Beschaffungswesen im Kanton Graubünden die zukünftige Handlungsfähigkeit bewahrt. Im Kanton Graubünden hat der öffentlich geprägte Infrastrukturbau eine hohe Bedeutung für die Erschliessung der Regionen und für deren Volkswirtschaft. Macht doch allein der öffentlich geprägte Tiefbau 55% der Baunachfrage im Bauhauptgewerbe unseres Kantons aus.

Im Gesamtzusammenhang legt der GBV noch einmal Wert auf folgende Feststellung: Der Verband verurteilt kartellrechtswidrige Absprachen und unlautere Vorteilsnahmen und bekennt sich ausdrücklich zum gesetzeskonformen und fairen Wettbewerb mit gleichlangen Spiessen für alle Anbieter. Er hat deshalb bereits im Sommer 2018 ein umfassendes Projekt zur Überprüfung der bestehenden Compliance im Verband und in der Bauwirtschaft sowie zur Implementierung von zukunftsgerechten Optimierungen gestartet. Die Mitglieder des GBV unterstützen dieses Vorgehen und haben an der Generalversammlung vom 26. April 2019 einstimmig entsprechende Verhaltensgrundsätze verabschiedet. So werden den Mitgliedern ab Sommer 2019 unter anderem laufend praxisnahe Merkblätter und Schulungsangebote zur Verfügung gestellt. Mit diesen Massnahmen schafft der GBV die Voraussetzungen, dass sich die Mitglieder eigenverantwortlich, sicher und korrekt durch die Vielzahl von gesetzlichen und normativen Regelungen bewegen können, welche die Bauwirtschaft prägen. In den Vergleichsvereinbarungen verpflichtet der Kanton die Unternehmen ebenfalls zu Compliance-Massnahmen. Der GBV sieht sich dadurch bestätigt, den eingeschlagenen Weg zielstrebig weiter zu gehen.

 

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Graubündnerischer Baumeisterverband

Maurizio Pirola
Präsident
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Geschäftsführer
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Arbeitssicherheit für die Praxis auf dem Bau

Arbeitssicherheit als Branchenziel
Chur, 17. Mai 2019. – Das Bauhauptgewerbe setzt die Auflagen an die Unternehmungen bezüglich Arbeitssicherheit mittels einer Branchenlösung (sicuro) um. Den Schulungsauftrag nimmt der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) mit Unterstützung der Suva und der PBK Bau Graubünden wahr. Den Sicherheitskurs 2019 in Chur besuchen rund 200 Teilnehmer.

sicuro – die Branchenlösung
Das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) und die Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV) übertragen dem Arbeitgeber die Verantwortung für die Sicherheit in seinem Betrieb. Das Bauhauptgewerbe setzt die vorgegebenen Massnahmen mit sicuro um (www.sicuro.ch).

Unfallzahlen um 43% gesenkt
In den letzten 27 Jahren konnte die Zahl der Unfälle im Bauhauptgewerbe laufend und nachweisbar um rund 43% reduziert werden.

 
Jahr                                 Unfälle pro tausend Mitarbeiter

1990                                                    321

1995                                                    283

2000                                                    240

2006                                                    224

2010                                                    210

2015                                                    187

2017                                                    182

Dieser rückläufige Trend ist das erfreuliche Ergebnis davon, dass der Schweizerische Baumeisterverband die Sicherheit auf Baustellen zu einem zentralen Thema gemacht hat und schweizweit jedes Jahr verschiedene Aktivitäten umsetzt. Der Sicherheitsparcours in Chur, welcher alle zwei Jahre durchgeführt wird, gehört dazu.

Ausbildung als Schlüssel
Die konsequente Förderung der Arbeitssicherheit im Betrieb spielt zunehmend eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit einer Unternehmung. Der Schweizerische Baumeisterverband unterstützt seine Mitglieder wirksam mit der Beratungsstelle für Arbeitssicherheit (BfA). Diese gibt Informationen und Dokumentationen im Bereich der Arbeitssicherheit heraus. Ergänzend dazu ist ein rasch wirksamer Ansatzpunkt auf betrieblicher Ebene die gezielte Schulung des Personals im Umgang mit risikoträchtigen Situationen, Hilfsmitteln und Geräten. Eine effiziente Möglichkeit, diese Schulung umzusetzen, bildet die Ausbildung am Sicherheitsparcours, welcher vom Graubündnerischen Baumeisterverband alle zwei Jahre angeboten wird.

Praxisnaher Sicherheitsparcours
Das Ziel der Schulung am Sicherheitsparcours ist die Förderung des sicherheitsgerechten Verhaltens auf der Baustelle, die Verminderung von Arbeitsunfällen und die Senkung der Versicherungsprämien durch Unfallverhütung. Der Sicherheitsparcours 2019 beinhaltet die praktischen Übungen beim Anschlagen von Lasten an Baukrane und die Vermittlung von Kenntnissen über Grabenbau mit Grabenspriessung oder von Aufenthaltsregeln im Gefahrenbereich von Maschinen. Darüber hinaus werden die Teilnehmer zum Thema „Anwendung der persönlichen Schutzausrüstung“ sowie zur Abfalltrennung auf der Baustelle mit dem Mehrmuldenkonzept instruiert. Die Kapazität des Parcours beträgt 40 Teilnehmer pro Kurshalbtag. Die Teilnehmer absolvieren die Posten in Gruppen von 6 – 8 Personen nach dem Rotationsprinzip. Für den Kurs vom 15. bis 17. Mai 2019 in Chur sind rund 200 Teilnehmer aus Bauunternehmungen des Kantons Graubündens angemeldet.

Breite Abstützung
Das Projekt des Sicherheitsparcours ist breit abgestützt. Der Graubündnerische Baumeisterverband ist für die Kursorganisation verantwortlich. Die Suva unterstützt und begleitet den Parcours beratend. GBV-Mitgliedfirmen sind gemeinsam für den Aufbau und den Betrieb des Parcours verantwortlich und stellen die Kursinstruktoren. Die HG Commerciale stellt in Chur ihr Areal für die Durchführung des Sicherheitsparcours zur Verfügung. Die Sozialpartner des Bauhauptgewerbes unterstützen das Projekt, indem den teilnehmenden Unternehmungen die Kurs- und Lohnausfallkosten aus dem Parifonds Bau zurückerstattet werden.

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Graubündnerischer Baumeisterverband
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Bündner Baumeister mit neuem Präsidenten

Chur, 26. April 2019. – An der heutigen Generalversammlung des Graubündnerischen Baumeisterverbandes (GBV) in Scuol wählten die Mitglieder Maurizio Pirola aus St. Moritz zu ihrem neuen Präsidenten. Markus Derungs, der wegen Amtszeitbeschränkung aus dem Amt scheidet, wurde in Würdigung seiner Verdienste von der Generalversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Zudem wurde dem langjährigen Kassier Oscar Gattoni die Freimitgliedschaft verliehen. Weiter verabschiedeten die Mitglieder einstimmig konkrete Verhaltensgrundsätze zur Compliance in der Bauwirtschaft.

Mit dem klaren Bekenntnis zu gesetzeskonformem Verhalten, praxisnahen Dokumentationen und zielgerichteten Schulungen machen sich die Baumeister fit, um sich in Zukunft sicher und korrekt durch die Vielzahl von gesetzlichen und normativen Regelungen zu bewegen, welche die Bauwirtschaft prägen. Die Verhaltensgrundsätze finden Sie hier.

 

Vorstand GBV: Gesamterneuerungswahlen Amtsdauer 2019 – 2021

Maurizio Pirola, St. Moritz Präsident, neu
Daniel Blumenthal, Vella, bisher
Martin Bordoli, Schiers, bisher
Martin Casutt, Falera, bisher
Gian-Andrea Frehner, Domat/Ems, bisher
Jürg Gerber, Schiers, neu
Diego Luzio, Savognin, bisher
Claudio Müller, Andeer, neu
Michael Tanno, Sils/Segl Maria, neu
Andrea Vecellio, Poschiavo, neu

 

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Graubündnerischer Baumeisterverband

Markus Derungs
Präsident
Telefon 081 420 30 40
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Andreas Felix
Geschäftsführer
Comercialstrasse 20
7001 Chur
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Leicht rückläufige Bautätigkeit 2018

Chur, 1. März 2019. – Gemessen am Rekordumsatz des Vorjahres ging die Bautätigkeit im «Baujahr 2018» um -7.1% zurück. Insbesondere im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau gingen die Umsätze zurück. Im Tiefbau ist der insgesamt marginale Rückgang vor allem den Witterungseinflüssen geschuldet. Konnte im Vorjahr bis vor Weihnachten praktisch ungehindert produziert werden, so war 2018 der Wintereinbruch deutlich spürbarer. Im Hinblick auf den Start in das angebrochene Jahr stimmen die Arbeitsvorräte positiv. Sie erreichen vor allem im Wohnungsbau und Tiefbau vergleichsweise hohe Werte. Anderseits deutet das rückläufige Volumen bei der Bauzeitversicherung darauf hin, dass im Hochbau die Dynamik schwindet.

Beschäftigte
Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe nahm per 30. Juni 2018 um 47 Personen (-0.9%) ab. Sie ist insbesondere bei den Kurzaufenthaltern und den übrigen Ausländern begründet.
Im Bauhauptgewerbe des Kantons Graubünden waren per Ende Juni 2018 insgesamt 5’041 Personen (-0.9%) beschäftigt, nämlich 1’744 Schweizer (+4.6%), 1’012 Kurzaufenthalter (-2.3%) und 2’285 übrige Ausländer (-4.2%). Der Rückgang bei den Beschäftigten wird in der Tendenz durch die geringeren Umsätze plausibilisiert, auch wenn die Stichtageerhebung der Beschäftigten nicht direkt mit der Jahreserhebung der Umsätze vergleichbar ist.

Auftragseingang
Im Jahr 2018 verzeichneten die Auftragseingänge auf Grund der hohen Nachfrage im Tiefbau einen Höchstwert in der achtjährigen Vergleichsperiode. Im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau gingen die Auftragseingänge zurück.
Insgesamt summierten sich die Auftragseingänge im Jahr 2018 auf 1‘091.4 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von +5.0%. Dank der hohen Nachfrage im Tiefbau resultiert damit der höchste Wert von eingegangenen Aufträgen seit 2011. Die Auftragseingänge im Tiefbau nahmen gegenüber dem Vorjahr um +19.2% zu. Dies manifestiert die hohe Investitionstätigkeit von Bund, Kanton, Gemeinden und Rhätischer Bahn in den Unterhalt und den Ausbau der öffentlichen Infrastrukturen und deren Bedeutung für die Bündner Bauwirtschaft. Im Wohnungsbau weist der Rückgang von -5.8% wohl darauf hin, dass die Dynamik der letzten Jahre auf Grund zunehmender Leerwohnungen etwas eingebremst wird. Der Rückgang im übrigen Hochbau um -20.3% bestätigt frühere Aussagen, wonach diese Sparte im 2017 vom Grossprojekt der Justizvollzugsanstalt in Cazis geprägt war.

Bauvolumen / Umsätze
Per Ende 2018 resultierte mit 1‘000.7 Mio. Franken ein Bauvolumen das die Grenze von einer Milliarde überschritt. Nach 2011 und 2017 wurde damit in der Vergleichsperiode die Grenze von einer Milliarde Franken zum dritten Mal übertroffen.
Das im Jahre 2018 realisierte Bauvolumen belief sich auf 1‘000.7 Mio. Franken. Es lag damit um -7.1% unter dem Vorjahreswert. Die Abnahme ist primär im Wohnungsbau zu verzeichnen wo mit 270.3 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr -17.9% weniger verbaut wurden. Im übrigen Hochbau hielt sich der Rückgang mit -1.8% in Grenzen und im Tiefbau dürfte der Rückgang um -2.6% auf 568.0 Mio. Franken den gegenüber dem Vorjahresquartal unterschiedlichen Witterungseinflüssen im 4. Quartal 2018 geschuldet sein.

Arbeitsvorrat
Aus den gestiegenen Auftragseingängen und dem rückläufigen Bauvolumen resultieren konsequenterweise hohe Arbeitsvorräte per 31. Dezember 2018. Namentlich im Tiefbau fanden die im 4. Quartal nicht mehr ausgeführten Aufträge ihren Niederschlag in den Arbeitsvorräten.
Die Arbeitsvorräte beliefen sich per 31. Dezember 2018 auf 361.3 Mio. Franken. Sie liegen damit um +17.9% über dem Vorjahreswert von 306.5 Mio. Innerhalb der Sparten ergeben sich allerdings markante Unterschiede. Während sich der Arbeitsvorrat im Tiefbau aus den erwähnten Gründen um +28.3% erhöhte, nahm er im übrigen Hochbau um -45.0% ab. Im Wohnungsbau wiederum stieg er um 35.6% an.
Die relativ tiefen Basiswerte der Arbeitsvorräte per 31. Dezember, insbesondere im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau, führen bei den Prozentwerten zu vermeintlich spektakulären Veränderungen. Sie sind aus diesem Grund zu relativieren.

Bauzeitversicherungen
Auf der Basis der erteilten Baubewilligungen betrug das für 2018 zugesicherte bauzeitversicherte Volumen 1‘334 Millionen Franken. Der Vergleich mit dem Vorjahreswert von 1‘693 Millionen Franken zeigt eine Abnahme um -21.2%.
Der markante Rückgang dürfte durchaus als Zeichen zu werten sein, dass sich im Wohnungsbau eine Sättigung der Nachfrage abzeichnet. Die Zunahme des Leerwohnungsbestandes im Kanton Graubünden lässt diese Vermutung zumindest zu.

Datenquellen:
Die Auswertung der Daten basiert auf den Quartalserhebungen des Schweizerischen Baumeisterverbandes und den Monatserhebungen der Gebäudeversicherung Graubünden.

 

Lernende Maurer/Innen und Baupraktiker/Innen üben in Landquart

Chur, 28. Februar 2019. – Im Juni 2019 haben sich 5 Baupraktiker und rund 40 lernende Bündner Maurer dem Qualifikationsverfahren (QV) zum Abschluss ihrer Ausbildung zu stellen. Zurzeit holen sie sich in Landquart im Rahmen eines Vorkurses den letzten Schliff. Die echte Prüfungssimulation ist äusserst beliebt. Auch dieses Jahr machen fast alle Lernenden mit.

Seit mehreren Jahren bietet der Graubündnerische Baumeisterverband in Landquart einen Vorkurs an, welcher sich bei Lernenden und Ausbildnern/Innen eines grossen Zuspruchs erfreut. Er ermöglicht eine letzte Standortbestimmung vor der Prüfung. Sein Ergebnis bildet die Basis, um die letzte Phase der Vorbereitung zielgerichtet in die Hand zu nehmen. Die Berufsausbildung zum/zur Maurer/In dauert drei Jahre und jene zum/zur Baupraktiker/In deren zwei. Sie erfolgt im Rahmen des trialen Ausbildungssystems. Ausbildungsbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse teilen sich die Ausbildungsverantwortung. Die Berufsfachschule vermittelt die Berufskenntnisse und die allgemeinbildenden Fächer, der Einführungskursplatz führt die Lernenden in die Grundlagen der praktischen Ausführung ein und der Ausbildungsbetrieb zeichnet sich für die fachtechnisch korrekte Umsetzung und Vertiefung des Grundlagenstoffes in der Praxis verantwortlich.

Wertvolle Standortbestimmung
Die Ausbildung im Betrieb stützt sich auf die Bildungsverordnung für die Berufe Maurer/In EFZ und Baupraktiker/In EBA. Darin sind die reglementarisch geforderten Ausbildungsinhalte strukturiert dargestellt und auf die einzelnen Lehrjahre und Ausbildungseinheiten aufgeteilt. Mittels Ausbildungsberichten überprüfen Ausbildner/Innen und Lernende periodisch den Ausbildungsfortschritt. Als zusätzliche Möglichkeit einer letzten Standortbestimmung vor dem Qualifikationsverfahren erweist sich der Vorkurs des Graubündnerischen Baumeisterverbandes. Der diesjährige „Vorkurs Qualifikationsverfahren“ findet, unterteilt in drei Gruppen, vom 11. Februar bis 1. März 2019 statt und steht unter der Leitung von Nicola Carroccia, Cazis. Der Kurs erfreut sich regen Zuspruchs. Wieder haben fast alle Ausbildungsbetriebe ihre Lernenden zum Vorkurs angemeldet. Die Ziegelei Landquart AG gewährt dem Kurs auf ihrem Areal Gastrecht. Weiter wird der Kurs von mehreren Mitgliedfirmen des GBV unterstützt.

Echte Prüfungssimulation
Während drei Tagen haben die Lernenden die Möglichkeit, unter prüfungsähnlichen Bedingungen ein Übungsobjekt zu erstellen. Das Objekt wird durch den Kursleiter nach Kriterien bewertet, wie sie auch am Qualifikationsverfahren zur Anwendung gelangen. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass die Notengebung im Vorkurs gut mit den später beim QV effektiv erzielten Ergebnissen übereinstimmt. Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass es sich bei diesem Vorkurs um eine echte Prüfungssimulation handelt, auf deren Ergebnis Ausbildner/Innen und Lernende die letzte Phase der Prüfungsvorbereitung zielgerichtet angehen können.

 

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Baumeisterverband sagt Nein zur Zersiedelungsinitiative

Chur, 10. Januar 2019. – Der Graubündnerische Baumeisterverband empfiehlt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ein Nein zur Zersiedelungsinitiative. Der radikale Vorschlag gefährdet wichtige Arbeitsplätze und untergräbt die zukunftsorientiere Raumpolitik, die mit dem revidierten Raumplanungsgesetz im Kanton und den Gemeinden derzeit umgesetzt wird.

Am 10. Februar 2019 stimmt das Schweizer Stimmvolk über die Eidgenössische Volksinitiative «Zersiedelung stoppen – für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung» (Zersiedelungsinitiative) ab. Die Initiative der Jungen Grünen ist mit ihrem vollständigen Einzonungsstopp zu radikal: Sie erlaubt neue Bauzonen nur noch, wenn mindestens eine gleich grosse Fläche mit vergleichbarer Bodenqualität ausgezont wird. Die Folgen davon wären verheerend: In bestimmten Regionen käme es zu einer grossen Baulandverknappung, welche Boden- und Mietzinspreise in die Höhe treiben sowie Betriebsstandorte und Infrastrukturprojekte gefährden würde.

Das Stimmvolk hat mit seinem Entscheid zum Raumplanungsgesetz 2013 die Stossrichtung für die Raumpolitik bereits vorgegeben. Dieses systematische und zukunftsorientierte Vorgehen wird mit der radikalen Initiative untergraben. Sie schiesst mit ihren grossen negativen Folgen für die Wirtschaft und die gesellschaftliche Entwicklung weit übers Ziel hinaus und ist komplett unnütz. Insbesondere berücksichtigt sie die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie die unterschiedlichen kantonalen und regionalen Verhältnisse zu wenig. Für den Kanton Graubünden wiegt dies besonders schwer. Der Graubündnerische Baumeisterverband fordert eine langfristig ausgerichtete, verantwortungsvolle und verlässliche Raumpolitik. Der richtige Weg dazu ist das revidierte Raumplanungsgesetz (RPG), welches das Anliegen einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung bereits weitestgehend erfüllt. Die Zersiedelungsinitiative wird deshalb auch von Bundesrat, Nationalrat und Ständeart klar abgelehnt.

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Stellungnahme des Graubündnerischen Baumeisterverbandes GBV zur Publikation der WEKO-Verfügung „Hoch und Tiefbauleistungen Engadin I“

Der Graubündnerische Baumeisterverband GBV hat zur WEKO-Untersuchung „Hoch und Tiefbauleistungen Engadin I“ vor einigen Monaten bereits umfassend Auskunft gegeben. Auch mit der finalen Veröffentlichung der WEKO-Verfügung liegen keine neuen Entwicklungen oder Erkenntnisse vor. Daher bittet der GBV um Verständnis, dass es auch seitens des Verbandes den bereits gegebenen Antworten nichts mehr hinzuzufügen gilt. Der GBV hält abschliessend nochmals fest:

  • Das Verfahren der WEKO gegen den GBV wurde eingestellt. Der GBV wurde nicht verurteilt, legt aber nochmals Wert darauf zu betonen: Der Verband bedauert sehr, dass von ihm organisierte Versammlungen bis Anfang 2008 teilweise als Plattform für wettbewerbswidrige Absprachen benutzt wurden.
  • Mit der Veröffentlichung der WEKO-Verfügung findet für den GBV eine langjährige Untersuchung ihren Abschluss. Der GBV legt den Fokus seiner Verbandstätigkeit nun in die Zukunft. Die Überprüfung seiner Compliance sowie die Sensibilisierung und Weiterbildung im Verband erfahren dabei eine hohe Bedeutung. Dies wird ein umfangreicher Prozess sein, der erst am Anfang steht. Wir werden die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit darüber orientieren.

 

 

Medienkontakt:
Andreas Felix
Geschäftsführer GBV
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Erfolgreiche Berufsabschlüsse 2018

1 Gleisbauer EFZ, 11 Strassenbauer EFZ, 35 Maurer EFZ und 6 Baupraktiker EBA haben ihre Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Der Abschluss der beruflichen Grundbildung und das bestandene Qualifikationsverfahren sind Ausdruck einer vollbrachten Leistung und einer übersprungenen Hürde. Der GBV gratuliert allen erfolgreichen Prüfungsabsolventen ganz herzlich.

Die erfolgreichen Prüfungskandidaten sehen Sie hier.