Bündner Bauwirtschaft im ersten Semester 2020

Medienmitteilung

 

Bündner Bauwirtschaft im ersten Semester 2020:

“Deutlicher Einbruch im Hochbau“

  

Chur, 21. September 2020 – Die Auftragseingänge und die Bautätigkeit gingen im ersten Semester 2020 im Zuge der Coronakrise, insbesondere im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau, gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. Der Tiefbau vermochte sich mit moderaten Rückgängen beinahe auf Vorjahresniveau zu behaupten. Der Arbeitsvorrat per Ende Juni 2020 hielt sich, trotz deutlicher Rückgänge im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau (gewerblich-industrieller Hochbau), dank dem Tiefbau auf einem ansprechenden Niveau. Der Rückgang des baubewilligten Volumens der Bauzeitversicherung plausibilisiert die Entwicklung im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau. Die Zahl der Beschäftigten per 30. Juni 2020 ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück und folgt im Trend der Entwicklung der Bautätigkeit. Die grosse volkswirtschaftliche Relevanz der öffentlichen Baunachfrage im Tiefbau kommt vor dem Hintergrund der coronabedingten Rückgänge bei der privaten und gewerblichen Baunachfrage sehr deutlich zum Ausdruck. Die bedürfnisgerechte und stetige Investitionstätigkeit von Bund, Kanton, Gemeinden, RhB und weiteren Infrastrukturinvestoren behält damit vor allem für die Beschäftigung in den dezentralen Regionen unseres Kantons ihre uneingeschränkte Bedeutung.

  

Beschäftigte

Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe betrug per 30. Juni 2020 4’649 Personen.

Im Bauhauptgewerbe des Kantons Graubünden waren per Ende Juni 2020 insgesamt 4’649 Personen (-2.7%) beschäftigt. Davon waren 1’767 Schweizer (-2.7%), 726 Kurzaufenthalter (+12.2%) und 2’156 übrige Ausländer (-3.6%). Die Erhebung der Beschäftigten erfolgt per Stichtag und ist nicht direkt mit der Jahreserhebung der Umsätze vergleichbar. In der Tendenz korrespondieren die Daten und plausibilisieren sich gegenseitig.

 

Auftragseingang

Die Auftragseingänge im ersten Semester 2020 brachen im Zuge von Projektverzögerungen und der allgemeinen Verunsicherung rund um das Corona-Virus, namentlich im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau, deutlich ein. Im Tiefbau war der Rückgang weit weniger drastisch.

Das Gesamtvolumen an eingegangenen Aufträgen im ersten Semester 2020 beträgt 527.5 Mio. Franken. Es liegt mit -20.6% deutlich unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Wenig überraschend hatte die Coronakrise vor allem Auswirkungen auf die Auftragseingänge im Wohnungsbau und im gewerblich-industriellen Hochbau. Im Wohnungsbau beliefen sich die Auftragseingänge auf 105.1 Mio. Franken (-47.7%) und im übrigen Hochbau auf 82.9 Mio. (-38.9%). Im Tiefbau beliefen sich die Auftragseingänge auf 339.5 Mio. Franken. Der Rückgang im Tiefbau fiel mit – 4.8% deutlich geringer aus.

Die unterschiedlichen Auswirkungen auf die einzelnen Sparten zeigen auf, dass die primär von der öffentlichen Hand nachgefragten Bauleistungen im Tiefbau in Krisenzeiten eine noch grössere volkswirtschaftliche Bedeutung haben als ohnehin schon.

 

Bautätigkeit

Der Rückgang der Auftragseingänge schlägt sich auch in der Bautätigkeit nieder. Diese sank um -14.7% unter die Referenzwerte der vorangegangenen sechs Jahre. Der Rückgang ist im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau begründet.

Das im ersten Semester 2020 realisierte Bauvolumen belief sich auf rund 348.9 Mio. Franken. Es liegt damit nominell um 60.2 Mio. Franken unter dem Vorjahreswert von 409.1 Mio. Franken (-14.7%). Dafür verantwortlich sind der Wohnungsbau mit 89.2 Mio. Franken

(-29.1%) und der übrige Hochbau mit 60.5 Mio. Franken (-26.0%). Im Tiefbau belief sich die Bautätigkeit im ersten Semester auf 199.2 Mio. Franken (-3.7%). Die Aussagen zu den Auftragseingängen gelten damit auch für die Bautätigkeit. Die stetige öffentliche Nachfrage im Tiefbau / Infrastrukturbau hat in der aktuellen Krisensituation eine noch grössere, regional wirksame volkswirtschaftliche Bedeutung als sonst.

 

Arbeitsvorrat

Der Arbeitsvorrat per 30. Juni 2020 ging als Konsequenz der eingebrochenen Auftragseingänge im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau ebenfalls zurück. Dank dem Tiefbau vermochte er sich allerdings nach wie vor auf ansprechendem Niveau zu halten.

Die Arbeitsvorräte betrugen per 30. Juni 2020 557.3 Mio. Franken. Dies entspricht einer Abnahme von -21.1% gegenüber dem Vorjahreswert. Das Vorjahr zeichnete allerdings für einen absoluten Rekordwert verantwortlich, sodass die aktuellen Arbeitsvorräte immer noch dem zweithöchsten Stand seit 2013 entsprechen. Auch bei dieser Rubrik ist der Tiefbau

(-6.3%) das stabilisierende Element. Die Vorräte beim Wohnungsbau (-51.6%) und beim übrigen Hochbau (-21.3%) nahmen demgegenüber markant ab.

Der Gesamtbestand an Arbeitsvorräten per 30. Juni 2020 lässt für das zweite Semester die Erwartung zu, dass sich der Rückgang der Bautätigkeit bis Ende Jahr etwas abschwächen  dürfte.

 

Bauzeitversicherungen

Graubünden kennt, wie die Mehrzahl der übrigen Kantone in der Schweiz, die obligatorische Gebäudeversicherungspflicht. Die Gebäudeversicherung Graubünden (GVG) sichert den Bauvorhaben im Hochbau, auf der Basis des Kostenvoranschlages für die Baubewilligung, den Versicherungsschutz für die Dauer der Bauzeit zu. Dieses bauzeitversicherte Volumen wird von der GVG statistisch erfasst und bildet für den Hochbau einen Vorläuferindikator, der aufzeigt, wie sich die Auftragseingänge in der nachfolgenden Zeitperiode entwickeln werden.

Per 30. Juni 2020 betrug das auf der Basis der erteilten Baubewilligungen zugesicherte bauzeitversicherte Volumen für das erste Semester 765.2 Millionen Franken. Ein Vergleich mit dem Vorjahreswert von 854.9 Mio. Franken weist eine Abnahme von -10.5% aus. Die Entwicklung des neu bauzeitversicherten Volumens plausibilisiert damit den Rückgang der Auftragseingänge in den Sparten Wohnungsbau und übriger Hochbau, welche im Portfolio der Bauzeitversicherung erfasst sind.

 

Datenquellen

Die Auswertung der Daten basiert auf den Quartalserhebungen des Schweizerischen Baumeisterverbandes und den Monatserhebungen der Gebäudeversicherung Graubünden.

Statistik Bünder Bauwirtschaft

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Graubündnerischer Baumeisterverband

Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) ist der führende Branchenverband der Bündner Bauwirtschaft. Er wurde 1906 gegründet und vertritt die überbetrieblichen Interessen seiner rund 120 Mitgliederfirmen in den vier Regionen Nord-, Süd-, Mittelbünden und Surselva. Die Mitglieder des Baumeisterverbands sorgen für ein funktionierendes Strassen- und Schienennetz, Häuser und Hotels, die sich ins Landschaftsbild einfügen, sichere Wasserkraftwerke und Bergbahnen sowie rund 5‘000 Arbeitsplätze im ganzen Kanton. Sie leisten zukunftsweisende Arbeit mit viel Erfahrung, langjährigen Mitarbeitenden und engagierten Lernenden. Der GBV wirkt neben dem Bau vor allem auch in wirtschaftspolitischen oder berufsbildnerischen Bereichen. Er ist ein wichtiger Partner für Behörden und Politik.

Weitere Informationen: www.gbv.ch

 

 

 

Stellungnahme des Graubündnerischen Baumeisterverbandes zur WEKO-Untersuchung gegen Baufirmen in der Region Moesa


7. Juli 2020 Die WEKO hat mit Publikation im Handelsamtsblatt vom 7. Juli 2020 die Namen der Firmen bekannt gegeben, welche von den Untersuchungen wegen vermuteter Submissionsabreden in der Region Moesa betroffen sind. Darunter sind auch zwei Mitgliedfirmen des kantonalen und zugleich nationalen Baumeisterverbandes. Für die Bauunternehmungen gilt im laufenden Verfahren die  Unschuldsvermutung. Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) wie auch der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) sind über die Untersuchung überrascht. Dies insbesondere nach der umfassenden Aufarbeitung der abgeschlossenen Verfahren im Engadin und im Strassenbau, aus denen die Baubranche ihre Lehren gezogen hat. Sowohl der kantonale wie auch der Schweizerische Baumeisterverband legen Wert auf die klare und unmissverständliche Einordnung dieses Sachverhaltes. Die Mitgliedschaft im Baumeisterverband soll gleichsam Ausdruck und Bekenntnis zum legalen und korrekten Geschäftsgebaren sein. Sollte sich der Sachverhalt einer Abrede im Verlaufe der Untersuchungen der WEKO erhärten, wird die Mitgliedschaft der betroffenen Unternehmen in einem nächsten Schritt sistiert. Bei einer rechtskräftigen Verurteilung werden sich die betroffenen Unternehmen einem Ausschlussverfahren stellen müssen.


Der GBV und der SBV distanzieren sich mit Nachdruck von jeglichen Submissionsabreden und bekennen sich ausdrücklich zum gesetzeskonformen und fairen Wettbewerb mit gleichlangen Spiessen für alle Anbieter. Seit Sommer 2018 wurde ein umfassendes Projekt zur Überprüfung der bestehenden Compliance im Verband und in der Bauwirtschaft sowie zur Implementierung von zukunftsgerechten Optimierungen durchgeführt. 2019 wurden den Mitgliedern zudem auf kantonaler und auf schweizerischer Ebene praxisnahe Merkblätter und Schulungsangebote zur Verfügung gestellt. Das Thema wurde innerhalb der gesamten Branche breit diskutiert. An der Generalversammlung vom 26. April 2019 in Scuol haben die Mitglieder des Graubündnerischen Baumeisterverbandes schliesslich einstimmig Verhaltensgrundsätze verabschiedet, welche an erster Stelle das wettbewerbsrechtlich konforme Verhalten beinhalten. Der Verband bietet seinen Mitgliedern auch künftig regelmässig Schulungen und aktuelle Informationen zum Thema Compliance an.


Konsequenzen bei rechtskräftig festgestellten Verstössen

Im aufgenommenen Verfahren gilt die Unschuldsvermutung. Die Mitgliedschaft im Baumeisterverband soll auf kantonaler und auf nationaler Ebene gleichsam Ausdruck und Bekenntnis zum legalen und korrekten Geschäftsgebaren sein. Sollten sich die von der WEKO erhobenen Vorwürfe gegen die beiden Mitgliedfirmen in der Region Moesa im Verlaufe des Verfahrens erhärten, wird in einem nächsten Schritt die Mitgliedschaft besagter Firmen sistiert. Werden die Vorwürfe bestätigt, wäre das eine grobe Missachtung der von der Branche verabschiedeten Verhaltensregeln. Ein Wettbewerbsverstoss im Frühjahr 2020 wäre im Angesicht der Lehren aus der Vergangenheit weder für den GBV noch für den SBV hinnehmbar, weshalb die fehlbaren Unternehmen sowohl auf kantonaler wie auch auf nationaler Ebene mit einem Ausschlussverfahren aus dem jeweiligen Verband rechnen müssten. «Sollten die Verstösse wirklich zutreffen, würde uns das enorm ärgern. Es darf nicht sein, dass es nach all unseren Anstrengungen immer noch Firmen gibt, die sich nicht korrekt verhalten und damit der Branche, die nun ihre Hausaufgaben wirklich gemacht hat, erneut einen solchen Imageschaden zufügen», sagt Maurizio Pirola, Präsident des Graubündnerischen Baumeisterverbandes GBV. Sollten sich die Vorwürfe nicht bestätigen, steht indes einer weiteren Mitgliedschaft der beiden Firmen im GBV und im SBV selbstverständlich nichts im Weg.

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Graubündnerischer Baumeisterverband 
Maurizio Pirola
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Tel.: 081 833 39 25
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Zentralpräsident SBV
Tel: 058 360 76 35
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Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) ist der führende Branchenverband der Bündner Bauwirtschaft. Er wurde 1906 gegründet und vertritt die überbetrieblichen Interessen seiner rund 120 Mitgliederfirmen in den vier Regionen Nord-, Süd-, Mittelbünden und Surselva. Die Mitglieder des Baumeisterverbands sorgen für ein funktionierendes Strassen- und Schienennetz, Häuser und Hotels, die sich ins Landschaftsbild einfügen, sichere Wasserkraftwerke und Bergbahnen sowie rund 5‘000 Arbeitsplätze im ganzen Kanton. Sie leisten  Zukunftsweisende Arbeit mit viel Erfahrung, langjährigen Mitarbeitenden und engagierten Lernenden. Der GBV wirkt neben dem Bau vor allem auch in wirtschaftspolitischen oder berufsbildnerischen Bereichen. Er ist ein wichtiger Partner für Behörden und Politik.
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Stellungnahme des Graubündnerischen Baumeisterverbandes zur WEKO-Untersuchung gegen Baufirmen in der Region Moesa

Chur, 26. Juni 2020. – Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) hat die Mitteilung der WEKO über eine Untersuchung gegen Baufirmen in der Region Moesa mit Überraschung zur Kenntnis genommen. Dem Verband liegen aktuell keinerlei Informationen oder Hinweise dazu vor, weswegen der Verband die angekündigte Untersuchung derzeit nicht weiter kommentieren kann.

Der GBV distanziert sich mit Nachdruck von jeglichen Submissionsabreden und bekennt sich ausdrücklich zum gesetzeskonformen und fairen Wettbewerb mit gleichlangen Spiessen für alle Anbieter. Er hat seit Sommer 2018 ein umfassendes Projekt zur Überprüfung der bestehenden Compliance im Verband und in der Bauwirtschaft sowie zur Implementierung von zukunftsgerechten Optimierungen durchgeführt. Im Herbst 2019 wurden den Mitgliedern die erarbeiteten praxisnahen Merkblätter und Schulungsangebote zur Verfügung gestellt.

 

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Stellungnahme des Graubündnerischen Baumeisterverbandes zur Medienmitteilung des Kantons Graubünden über den Abschluss der wettbewerbsrechtlichen Verfahren im Kanton Graubünden

Chur, 29. Mai 2020. – Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) hat die Medienmitteilung des Kantons über den definitiven Abschluss der wettbewerbs- und beschaffungsrechtlichen Verfahren im Kanton Graubünden mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. Damit finden nun auch alle beschaffungsrechtlichen Auseinandersetzungen im Kontext der WEKO-Untersuchungen im Kanton Graubünden, zwischen dem Kanton und den Gemeinden einerseits sowie den betroffenen Unternehmen andererseits, ein Ende. Aus Sicht der Bündner Bauwirtschaft besonders zu würdigen ist der Umstand, dass der formelle Abschluss der beschaffungsrechtlichen Verfahren sowohl für den Kanton wie auch für alle Gemeinden gilt.

Im Kontext der Ergebnisse der WEKO-Untersuchungen hat der Kanton mit den betroffenen Unternehmen eine harte beschaffungsrechtliche Auseinandersetzung geführt. Die Unternehmen standen zu ihrer Verantwortung und entschädigten den Kanton und die Gemeinden im Rahmen von Vergleichsvereinbarungen substanziell mit hohen finanziellen Beträgen. Der GBV geht davon aus, dass im Zuge des nunmehr vorliegenden Abschlusses sämtliche involvierten Unternehmen von Seiten des Kantons und der Gemeinden gleichbehandelt wurden.

Compliance-Projekt des GBV ist implementiert
Der GBV hatte nach Vorliegen der ersten Ergebnisse der WEKO bereits im Sommer 2018 ein umfassendes Projekt zur Überprüfung der bestehenden Compliance im Verband und in der Bauwirtschaft sowie zur Implementierung von zukunftsgerechten Optimierungen gestartet. Die Mitglieder des GBV unterstützten dieses Vorgehen und hatten an der Generalversammlung vom 26. April 2019 einstimmig entsprechende Verhaltensgrundsätze verabschiedet. Seit Sommer/Herbst 2019 stehen den Mitgliedern von Seiten des Verbandes praxisnahe Merkblätter und Schulungsangebote zur Verfügung, die von den Mitgliedern genutzt werden. Mit diesen Massnahmen hat der GBV die Voraussetzungen verbessert, damit sich die Mitglieder eigenverantwortlich, sicher und korrekt durch die Vielzahl von gesetzlichen und normativen Regelungen bewegen können, welche die Bauwirtschaft prägen.

Blick in die Zukunft
Mit der übernommenen Verantwortung der Unternehmen, den aktiven und substanziellen Bemühungen der Branche zur Optimierung der Compliance und dem definitiven Abschluss der beschaffungsrechtlichen Verfahren seitens des Kantons und der Gemeinden, wird eine belastbare Grundlage zum Wiederaufbau eines partnerschaftlichen Vertrauensverhältnisses für die Zukunft geschaffen. Der Fokus kann nun definitiv von der Vergangenheit gelöst und auf die Bewältigung künftiger Herausforderungen gerichtet werden.

«Das öffentliche Beschaffungswesen hat im Kanton Graubünden eine sehr grosse volkswirtschaftliche Bedeutung. Mit der nun abgeschlossenen Bewältigung der Vorkommnisse aus den Jahren 2004-2012 gewinnen alle Beteiligten des öffentlichen Beschaffungswesens ihre Handlungsfähigkeit vollständig zurück», sagt Maurizio Pirola, Präsident GBV.

Dieser Umstand kann im Hinblick auf die wirtschaftliche Bewältigung der Corona-Krise nicht hoch genug gewichtet werden. Die Bündner Baumeister und der GBV sind bereit und fit, ihren Beitrag dazu zu leisten.

 

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Massnahmen konsequent umsetzen, Krise gemeinsam meistern!

Chur, 30. März 2020. – Die Regierung hat sich in ihrer Mitteilung vom 27. März 2020 hinter die Massnahmen des Bundes gestellt. Sie bekräftigt, dass zur Zeit in keiner Region Graubündens, auch nicht in den Bündner Südtälern, die Voraussetzungen für kantonale Ausnahmeregelungen gegeben sind. Damit kann unter anderem auch auf Baustellen, wo die Einhaltung der strengen Vorgaben bezüglich Hygiene und Abstand halten sichergestellt ist, weiterhin gearbeitet werden. Zur Durchsetzung dieser Vorgaben hat die Regierung die Kontrollen weiter verstärkt. Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) begrüsst und unterstützt die Haltung der Regierung. Er fordert seine Mitglieder dazu auf, die strengen Vorgaben des BAG weiter konsequent umzusetzen.

Mit ihrer Haltung berücksichtigt die Regierung neben den gesundheitspolizeilichen Vorgaben und der notrechtlichen Zuständigkeit des Bundes auch die volkswirtschaftlichen Gesamtzusammenhänge zur Bewältigung der Krise.

Baustellenbetreiber, welche die strengen Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit zu Hygiene und sozialem Abstand einhalten, dürfen ihre Baustellen weiterbetreiben. Wo dies nicht gewährleistet ist, haben sich Unternehmer und Bauherrschaft auf Grundlage der Analyse vor Ort auf die Schliessung der Baustelle zu verständigen, solange sie den Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit nicht nachkommen können. Gemäss bisherigen Kontrollen der Behörden und Mitgliederrückmeldungen des GBV funktioniert dies in der Praxis bereits gut. Die Kontrollen von Polizei und Arbeitsinspektorat werden begrüsst und als Unterstützung in der für alle Beteiligten neuen Situation empfunden. In Südbünden sind verschiedene Baustellen eingestellt, weil auf Grund der Situation im Tessin und im benachbarten Ausland ein geordneter Betrieb nicht mehr möglich ist. Der GBV appelliert an seine Mitglieder, den eingeschlagenen Weg in der konsequenten Umsetzung der BAG-Massnahmen verantwortungsbewusst weiter zu gehen.

Massnahmen konsequent umsetzen Verantwortung übernehmen
Viele Unternehmen der Bündner Bauwirtschaft stehen in der unmittelbaren Vorbereitung zum Start in die Bausaison 2020. Die Auftragslage ist gut und die Beschäftigungsperspektiven ebenfalls. Die Aufrechterhaltung des Baustellenbetriebs unter Einhaltung der Schutzmassnahmen hat gerade in dieser anspruchsvollen Zeit eine grosse volkswirtschaftliche und nicht zu unterschätzende psychologische Wirkung. Vielen Beschäftigen kann damit die Unsicherheit um Arbeitsplatz und Lohnfortzahlung erspart werden. Mit dem konsequenten Vollzug der verfügten Massnahmen auf den Baustellen übernehmen die Unternehmen Verantwortung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung einer Krise, deren Dauer nach wie vor offen ist.

Wichtige Rolle der öffentlichen Hand
Die vom Bund beschlossenen Hilfsmassnahmen sind wichtig und richtig. Für den GBV ist es entscheidend, dass diese Instrumente für Unternehmen, die Baustellen vorübergehend schliessen müssen und mitsamt ihren Mitarbeitenden in eine Notlage geraten, rasch und unbürokratisch zugänglich sind. Für die Bauwirtschaft leistet übrigens die öffentliche Hand den effektivsten Beitrag zur Bewältigung der Situation, wenn die Projekte wie geplant und budgetiert ausgeschrieben, vergeben und in Angriff genommen werden. Und diese nicht, wie vereinzelt bereits geschehen, im Zuge der allgemeinen Verunsicherung auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Der GBV steht in engem Kontakt mit den Behörden und dem Schweizerischen Baumeisterverband (SBV). Mitgliederanfragen an den GBV fliessen laufend in die Corona-Informationen des SBV auf der Website www.baumeister.ch ein. Auf diese Weise ist die einheitliche und rechtssichere Information der Mitglieder sichergestellt. Weiter hat der GBV mittels Umfrage bei den Mitgliedern ein Monitoring eingerichtet, um die Betroffenheit der Firmen wöchentlich beurteilen zu können.

 

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Stellungnahme des Graubündnerischen Baumeisterverbandes zur Medienmitteilung des Kantons Graubünden und der Regiun Engiadina Bassa/Val Müstair über die Vergleichsvereinbarungen mit Unternehmen im Unterengadin/Val Müstair

Chur, 9. März 2020. – Der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) hat die Medienmitteilung des Kantons und der Regiun Engiadina Bass/Val Müstair (EBVM) über Vergleichsvereinbarungen mit Unternehmen, die von den wettbewerbsrechtlichen Untersuchungen im Unterengadin/Val Müstair betroffen sind, zur Kenntnis genommen. Die Vereinbarungen wurden zwischen betroffenen Unternehmen und dem Kanton Graubünden in Zusammenarbeit mit der EBVM getroffen. Der Verband ist nicht darin involviert. Daher beschränken sich die Kenntnisse des GBV auf die Medienmitteilung des Kantons. Er kann sich deshalb nur grundsätzlich äussern und keine Stellung nehmen zum Inhalt der Vereinbarungen.

Der GBV geht davon aus, dass bei den Vergleichsvereinbarungen die entsprechenden rechtsstaatlichen Grundsätze eingehalten wurden und begrüsst die Gleichbehandlung aller betroffenen Unternehmen in den verschiedenen wettbewerbsrechtlichen Verfahren im Kanton Graubünden. Damit wird die Voraussetzung für eine rasche und abschliessende Bewältigung der Sachverhalte geschaffen und gewährleistet, dass sich das volkswirtschaftlich wichtige öffentliche Beschaffungswesen im Kanton Graubünden die zukünftige Handlungsfähigkeit bewahrt. Im Kanton Graubünden hat der öffentlich geprägte Infrastrukturbau eine hohe Bedeutung für die Erschliessung der Regionen und für deren Volkswirtschaft. Macht doch allein der öffentlich geprägte Tiefbau 55% der Baunachfrage im Bauhauptgewerbe unseres Kantons aus.

Im Gesamtzusammenhang legt der GBV noch einmal Wert auf folgende Feststellung: Der Verband verurteilt kartellrechtswidrige Absprachen und unlautere Vorteilsnahmen und bekennt sich ausdrücklich zum gesetzeskonformen und fairen Wettbewerb mit gleichlangen Spiessen für alle Anbieter. Er hat deshalb bereits im Sommer 2018 ein umfassendes Projekt zur Überprüfung der bestehenden Compliance im Verband und in der Bauwirtschaft sowie zur Implementierung von zukunftsgerechten Optimierungen gestartet. Die Mitglieder des GBV unterstützen dieses Vorgehen und haben an der Generalversammlung vom 26. April 2019 einstimmig entsprechende Verhaltensgrundsätze verabschiedet. Im Herbst 2019 wurden den Mitgliedern praxisnahe Merkblätter und Schulungsangebote zur Verfügung gestellt. Mit diesen Massnahmen schafft der GBV die Voraussetzungen, dass sich die Mitglieder eigenverantwortlich, sicher und korrekt durch die Vielzahl von gesetzlichen und normativen Regelungen bewegen können, welche die Bauwirtschaft prägen. In den Vergleichsvereinbarungen verpflichtet der Kanton die Unternehmen ebenfalls zu Compliance-Massnahmen. Der GBV sieht sich dadurch in seinem Handeln bestätigt und geht den eingeschlagenen Weg zielstrebig weiter.

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Starke Bautätigkeit 2019

Chur, 27. Februar 2020. – Die Bautätigkeit im Kanton Graubünden im Baujahr 2019 stieg gegenüber dem Vorjahr um +13.4% und erreichte in der mehrjährigen Vergleichsperiode seit 2012 einen neuen Höchststand. Die starke Bautätigkeit stellte sich in allen Sparten ein. Im Hinblick auf den Start in das angebrochene Jahr stimmen die Arbeitsvorräte positiv. Sie erreichen insbesondere im Tiefbau und im übrigen Hochbau im langjährigen Vergleich einen hohen Stand. Im Wohnungsbau hingegen sind sie stark zurückgegangen. Die Stagnation bei der Bauzeitversicherung deutet darauf hin, dass im Hochbau und dabei insbesondere im Wohnungsbau die Dynamik schwindet.

Beschäftigte
Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe betrug per 30. Juni 2019 4’777 Personen. 

Im Bauhauptgewerbe des Kantons Graubünden waren per Ende Juni 2019 insgesamt 4’777 Personen (-5.2%) beschäftigt, nämlich 1’893 Schweizer (+8.5%), 647 Kurzaufenthalter (-36.0%) und 2’237 übrige Ausländer (-2.1%). Die Erhebung der Beschäftigten erfolgt per Stichtag und ist nicht direkt mit der Jahreserhebung der Umsätze vergleichbar.

Auftragseingang
Im Jahr 2019 lagen die Auftragseingänge auf Grund der hohen Nachfrage im Tiefbau und im übrigen Hochbau marginal höher als im Vorjahr. Im Wohnungsbau gingen die Auftragseingänge zurück.
Insgesamt summierten sich die Auftragseingänge im Jahr 2019 auf 1‘102.5 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von +1.0%. Dazu beigetragen haben die nach wie vor solide Nachfrage im Tiefbau und die positive Entwicklung im übrigen Hochbau. Die Auftragseingänge im Tiefbau nahmen gegenüber dem hohen Vorjahreswert zwar um -5.1% ab. Im Mehrjahresvergleich lagen sie aber immer noch auf einem guten Niveau. Dies manifestiert die hohe Investitionstätigkeit von Bund, Kanton, Gemeinden und Rhätischer Bahn in den Unterhalt und den Ausbau der öffentlichen Infrastrukturen und deren Bedeutung für die Bündner Bauwirtschaft. Im übrigen Hochbau (Gewerbe/Industrie) war eine starke Zunahme von +60.4% zu verzeichnen. Dieser Wert ist auf Grund des relativ geringen Volumens traditionell volatil. Im Wohnungsbau weist der Rückgang von -11.6% wohl darauf hin, dass die Dynamik der letzten Jahre nachlässt.

Bautätigkeit / Bauvolumen
Per Ende 2019 resultierte mit 1‘134.6 Mio. Franken ein Bauvolumen, das die Grenze von einer Milliarde erneut überschritt, nachdem dies bereits in den beiden Vorjahren der Fall war.
Das im Jahr 2019 realisierte Bauvolumen belief sich auf 1‘134.6 Mio. Franken. Es lag damit um +13.4% über dem Vorjahreswert. Die Zunahme zeigt sich in allen Sparten. Der Tiefbau verzeichnet einen Anstieg um +10.1%, während die Nachfrage im Wohnungsbau um +15.6% und im übrigen Hochbau um +21.0% zunahm. Mit 625.2 Mio. Franken machte der Tiefbau im 2019 erneut rund 55% der Baunachfrage im Kanton Graubünden aus, während der Hochbau (Wohnungsbau und übriger Hochbau) insgesamt auf 45% kam. Dies bestätigt die hohe Bedeutung des Tiefbaus und des Infrastrukturbaus im Kanton Graubünden, welcher primär von der öffentlichen Hand nachgefragt wird. Noch vor zehn Jahren (2010) lag das Verhältnis Tiefbau zu Hochbau ausgeglichen bei je 50%.

Arbeitsvorrat
Trotz des hohen Bauvolumens resultierten dank den erfreulichen Auftragseingängen per 31. Dezember 2019 nach wie vor beträchtliche Arbeitsvorräte. Namentlich im Tiefbau fanden die im 4. Quartal auf Grund des Wintereinbruchs in Teilen des Kantons nicht mehr ausgeführten Aufträge ihren Niederschlag in den Arbeitsvorräten.
Die Arbeitsvorräte beliefen sich per 31. Dezember 2019 auf 389.0 Mio. Franken. Sie liegen damit um +7.7% über dem Vorjahreswert von 361.3 Mio. Innerhalb der Sparten ergeben sich allerdings markante Unterschiede. Während sich der Arbeitsvorrat im Tiefbau aus den erwähnten Gründen um +16.7% erhöhte, nahm er im Wohnungsbau um -26% ab. Im übrigen Hochbau stieg er um +68.8% an, nachdem er im Vorjahr um -45.0% gesunken war.
Die relativ tiefen Basiswerte der Arbeitsvorräte per 31. Dezember, insbesondere im Wohnungsbau und im übrigen Hochbau, führen bei den Prozentwerten zu vermeintlich spektakulären Veränderungen. Sie sind aus diesem Grund zu relativieren.

Bauzeitversicherungen
Auf der Basis der erteilten Baubewilligungen betrug das für 2019 zugesicherte bauzeitversicherte Volumen 1‘365 Millionen Franken. Der Vergleich mit dem Vorjahreswert von 1‘334 Millionen Franken zeigt eine Zunahme um +2.3%, nachdem im Vorjahr gegenüber 2017 ein Rückgang von -21.3% hingenommen werden musste.
Der tendenziell rückläufige Trend gegenüber den Jahren 2016/2017 ist als Zeichen zu werten, dass sich im Wohnungsbau eine Sättigung der Nachfrage abzeichnet. Die Zunahme des Leerwohnungsbestandes im Kanton Graubünden lässt diese Vermutung zumindest zu.

Datenquellen:
Die Auswertung der Daten basiert auf den Quartalserhebungen des Schweizerischen Baumeisterverbandes und den Monatserhebungen der Gebäudeversicherung Graubünden.

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Lernende Maurer/Innen und Baupraktiker/Innen üben in Landquart

Chur, 20. Februar 2020. – Im Juni 2020 haben sich 8 Baupraktiker und rund 40 lernende Bündner Maurer dem Qualifikationsverfahren (QV) zum Abschluss ihrer Ausbildung zu stellen. Zurzeit holen sie sich in Landquart im Rahmen eines Vorkurses den letzten Schliff. Die echte Prüfungssimulation ist äusserst beliebt. Auch dieses Jahr machen fast alle Lernenden mit.

Seit Jahren bietet der Graubündnerische Baumeisterverband in Landquart einen Vorkurs an. Er ermöglicht eine letzte Standortbestimmung vor der Prüfung. Sein Ergebnis bildet die Basis, um die letzte Phase der Vorbereitung zielgerichtet in die Hand zu nehmen.
Die Berufsausbildung zum/zur Maurer/In dauert drei Jahre und jene zum/zur Baupraktiker/In deren zwei. Sie erfolgt im Rahmen des trialen Ausbildungssystems. Ausbildungsbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse teilen sich die Ausbildungsverantwortung. Die Berufsfachschule vermittelt die Berufskenntnisse und die allgemeinbildenden Fächer, der Einführungskursplatz führt die Lernenden in die Grundlagen der praktischen Ausführung ein und der Ausbildungsbetrieb zeichnet sich für die fachtechnisch korrekte Umsetzung und Vertiefung des Grundlagenstoffes in der Praxis verantwortlich.

Wertvolle Standortbestimmung
Die Ausbildung stützt sich auf die Bildungsverordnung für die Berufe Maurer/In EFZ und Baupraktiker/In EBA. Darin sind die reglementarisch geforderten Ausbildungsinhalte strukturiert dargestellt und auf die einzelnen Lehrjahre und Ausbildungseinheiten aufgeteilt. Mittels Ausbildungsberichten überprüfen Ausbildner/Innen und Lernende periodisch den Ausbildungsfortschritt. Als zusätzliche Möglichkeit einer letzten Standortbestimmung vor dem Qualifikationsverfahren erweist sich der Vorkurs des Graubündnerischen Baumeisterverbandes. Der diesjährige „Vorkurs Qualifikationsverfahren“ findet, unterteilt in drei Gruppen, vom 3. Februar bis 21. Februar 2020 statt und steht unter der Leitung von Nicola Carroccia, Cazis. Der Kurs erfreut sich regen Zuspruchs. Wieder haben fast alle Ausbildungsbetriebe ihre Lernenden zum Vorkurs angemeldet. Die Ziegelei Landquart AG gewährt dem Kurs auf ihrem Areal Gastrecht. Weiter wird der Kurs von mehreren Mitgliedfirmen des GBV unterstützt.

Echte Prüfungssimulation
Während drei Tagen haben die Lernenden die Möglichkeit, unter prüfungsähnlichen Bedingungen ein Übungsobjekt zu erstellen. Das Objekt wird durch den Kursleiter nach Kriterien bewertet, wie sie auch am Qualifikationsverfahren zur Anwendung gelangen. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass die Notengebung im Vorkurs gut mit den später beim QV effektiv erzielten Ergebnissen übereinstimmt. Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass es sich bei diesem Vorkurs um eine echte Prüfungssimulation handelt, auf deren Ergebnis Ausbildner/Innen und Lernende die letzte Phase der Prüfungsvorbereitung zielgerichtet angehen können.

 

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Stellungnahme des GBV zur Medienmitteilung der WEKO über die Untersuchungsergebnisse «Strassenbau» und «Engadin II»

Chur, 3. September 2019 – Der Graubündnerische Baumeisterverband GBV hat die Veröffentlichung der Medienmitteilung der WEKO zu den Untersuchungen betreffend «Strassenbau» und «Engadin II» zur Kenntnis genommen. Die WEKO schliesst damit ihre 2012 eingeleiteten Verfahren ab. Der Verband ist von diesen Untersuchungen nicht betroffen und wurde von der WEKO entsprechend auch nicht kontaktiert. Daher beschränken sich die Kenntnisse des GBV auf den Inhalt der Medienmitteilung. Die kommunizierten Ergebnisse sind zudem noch nicht rechtskräftig. Der GBV nimmt deshalb inhaltlich keine Stellung.

Der GBV legt jedoch in diesem Zusammenhang noch einmal Wert auf folgende Feststellung: Der Verband verurteilt kartellrechtswidrige Absprachen und unlautere Vorteilsnahmen und bekennt sich ausdrücklich zum gesetzeskonformen und fairen Wettbewerb mit gleichlangen Spiessen für alle Anbieter. Er hat deshalb bereits im Sommer 2018 ein umfassendes Projekt zur Überprüfung der bestehenden Compliance im Verband und in der Bauwirtschaft sowie zur Implementierung von zukunftsgerechten Optimierungen gestartet. Die Mitglieder des GBV unterstützen dieses Vorgehen und haben an der Generalversammlung vom 26. April 2019 einstimmig entsprechende Verhaltensgrundsätze verabschiedet. So werden den Mitgliedern ab Sommer 2019 unter anderem laufend praxisnahe Merkblätter und Schulungsangebote zur Verfügung gestellt. Mit diesen Massnahmen schafft der GBV die Voraussetzungen, dass sich die Mitglieder eigenverantwortlich, sicher und korrekt durch die Vielzahl von gesetzlichen und normativen Regelungen bewegen können, welche die Bauwirtschaft prägen. Auch durch die Tatsache, dass der Kanton Unternehmen, mit denen er im Zusammenhang mit den WEKO-Untersuchungen Vergleichsvereinbarungen geschlossen hat, zur Einführung eines Compliance-Programms verpflichtet hat, sieht sich der GBV im eingeschlagenen Weg bestätigt.

Der GBV begrüsst, dass im Kontext der erwähnten Untersuchungen aktuell auch auf der Bauherrenseite eine umfassende Überprüfung der Prozesse im öffentlichen Beschaffungswesen erfolgt. Damit – und mit den seitens des Kantons im Juni abgeschlossenen Vergleichsvereinbarungen mit Unternehmen im Strassenbelagsbau – ist sichergestellt, dass sich das volkswirtschaftlich wichtige öffentliche Beschaffungswesen im Kanton Graubünden in seiner Gesamtheit die zukünftige Handlungsfähigkeit bewahrt. Macht doch allein der öffentlich geprägte Tiefbau 55% der Baunachfrage im Bauhauptgewerbe unseres Kantons aus.

 

Medienkontakt:

Graubündnerischer Baumeisterverband

Maurizio Pirola
Präsident
Telefon 081 833 39 25
Mail: m.pirola@martinelli-bau.ch

 

Erfolgreiche Berufsabschlüsse 2019

4 Baupraktiker EBA, 33 Maurer EFZ, 1 Gleisbauer EFZ, 1 Grundbauer EFZ, 3 Strassenbaupraktiker EBA und 6 Strassenbauer EFZ haben ihre Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Der Abschluss der beruflichen Grundbildung und das bestandene Qualifikationsverfahren sind Ausdruck einer vollbrachten Leistung und einer übersprungenen Hürde. Der GBV gratuliert allen erfolgreichen Prüfungsabsolventen ganz herzlich.

Die erfolgreichen Prüfungskandidaten sehen Sie hier.